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Nordex wieder im Aufwind

Internationalisierung der Aufträge wieder belebt

 

Nachdem die Aktie des Windturbinen-Herstellers wie viele andere zum Wochenbeginn unter Druck geraten war, kann sie inzwischen wieder Boden gutmachen. Was vor allem an neuen Meldungen zur Auftragslage liegt.

So ließ sich Nordex heute mit der Nachricht verlauten, dass man im bisherigen dritten Quartal neue Aufträge über insgesamt 227 MW aus Europa erhalten habe. Dabei gehen 86 MW auf das Konto deutscher Kunden, weitere knapp 70 MW wurden aus den Niederlanden geordert.

 

Wieder breiter aufgestellt

 

Natürlich sind solche Zahlen insbesondere in den Zusammenhang zu stellen, dass Nordex im ersten Halbjahr aufgrund der Corona-Pandemie rückläufige Auftragseingänge zu verzeichnen hatte. Insgesamt hatte das Unternehmen im zweiten Quartal nur 888 MW an neuen Aufträgen verbuchen können. Entsprechend der Präsentation zum ersten Halbjahr war in den ersten sechs Monaten der amerikanische Markt dabei ein Totalausfall und zu 80 % kamen die Aufträge aus Europa.

Wenn man die jüngste Nachrichtenlage verfolgt, gestaltet sich dieser doch eher einseitige Auftragsmix inzwischen wieder breiter aufgestellt. So hatte erst kürzlich Nordex einen Großauftrag über stattliche 312 MW aus den USA melden können. In den vergangenen Monaten kam hier auch noch aus Kolumbien ein weiterer Großauftrag über 164 MW hinzu. Natürlich meldet Nordex jetzt nicht jeden kleinen Auftrag, sodass sehr schwer zu prognostizieren ist, ob denn die Q2-Auftragszahlen erreicht oder sogar überboten werden können. Doch darum geht es nicht.

 

Aktie bestätigt Aufwärtstrend

 

Wichtiger scheint für die Börse zu sein, dass Nordex überhaupt inzwischen wieder entsprechende Aufträge an Land ziehen kann. Ein gutes Zeichen, dass die Windenergie-Branche ebenfalls aus ihrer Corona-Starre herauskommt.

Fazit: Der Rücksetzer von Anfang der Woche hat aus charttechnischer Sicht sicherlich geholfen, den bisherigen Aufwärtstrend nochmals zu bestätigen. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Nordex hier weitere Zugewinne verbuchen kann. Für neue Käufe würden wir allerdings darauf warten, dass das Niveau bei rund 13 Euro überwunden werden kann.

 

 

23.09.2020 - Carsten Müller - cm@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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