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Nicht jeder ist von der beispiellosen Performance der Nvidia-Aktie überzeugt

Völlig übertrieben?

NTG24 - Nicht jeder ist von der beispiellosen Performance der Nvidia-Aktie überzeugt

 

Die Nvidia-Aktie hat sich von ihren Höchstständen bereits etwas wegbewegt, notiert aber weiterhin auf einem traumhaften Niveau und hält sich recht bequem oberhalb der prestigeträchtigen Marke von einer Billion US-Dollar in Sachen Marktkapitalisierung. Viele Anleger sind überzeugt davon, dass der Konzern mit seiner KI-Erfolgsstory erst am Anfang steht. Doch längst nicht jeder zeigt sich derart optimistisch.

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Es gibt auch kritische Stimmen rund um Nvidia (US67066G1040). Eine davon gehört der Investorenlegende Rob Arnott, der vor allem in den USA für diverse Publikationen bekannt ist. Seiner Ansicht nach handelt es sich beim derzeitigen Höhenflug von Nvidia um kaum mehr als eine Blase, wie Arnott gegenüber dem Nachrichtendienst „Bloomberg“ sagte. Er bezeichnet die Entwicklung als einen Marktwahn mit dem durchaus wahrscheinlichen Szenario eines Crashs. Ein solcher könnte dann im ungünstigsten Fall den Markt an sich schwer in Mitleidenschaft ziehen.

Arnott steht mit dieser Ansicht nicht allein da. Zwar bestreitet niemand, dass Nvidia zuletzt fast schon unverschämte Bilanzen vorweisen konnte und die Nachfrage im KI-Sektor weiterhin das Angebot bei Weitem überschreitet. All das ist nach Ansicht der Skeptiker aber im Kurs bereits abgebildet, und wahrscheinlich noch ein bisschen mehr. Sowie Nvidia die hochgesteckten Erwartungen auch nur knapp verfehlen sollte, könnte das Kartenhaus in sich zusammenfallen.

 

Nvidia: Alles ist möglich

 

Als erfahrener Anleger weiß Rob Arnott allerdings auch, dass er mit seiner Einschätzung falsch liegen kann und Nvidia die Märkte weiterhin mit traumhaften Ergebnissen begeistern wird. Dennoch warnt er die Anleger davor, sich von beeindruckenden Zahlen wie der Marktkapitalisierung in die Irre führen zu lassen. Seiner Ansicht nach sei Nvidia nicht „too big to fail“, sondern viel mehr „too big to succeed“.

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Ein wenig verunsichert reagierten die Aktionäre am Donnerstag bereits und die Nvidia-Aktie verlor gestern um 2,5 Prozent an Wert. Das trieb den Kurs auf 427,10 Euro in die Tiefe, was aber noch immer ein Plus von knapp 210 Prozent seit Jahresbeginn bedeutet. Von einem Crash kann hier also noch nicht die Rede sein. Ob und wann uns ein solcher bevorstehen könnte, darüber können auch die besten Investoren derzeit nur spekulieren.

Es sei aber gesagt, dass die Analysten sich bei Nvidia bereits das eine oder andere Mal schwer geirrt haben. Vor einem Jahr noch war die Stimmung schwer angeschlagen und die Blicke richteten sich in erster Linie auf nachlassende Umsätze in der Grafikkartensparte, nachdem der Krypto-Hype schwer abgeebbt war und mit dem Auslaufen der Pandemie auch die Nachfrage bei klassischen Verbrauchern in die Tiefe fiel. Das Thema KI hatten da nur wenige auf dem Zettel.

 

Schafft Nvidia es noch einmal?

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeWas darauf folgte, ist bekannt. Mehrfach in Folge pulverisierte Nvidia die Erwartungen der Märkte förmlich und ebnete damit den Weg, um an der Börse in den elitären Kreis der Unternehmen mit Billionenbewertung aufzusteigen. Ebenso wie eine Blase kein Ding der Unmöglichkeit ist, wäre es auch vorstellbar, dass Nvidia ein solches Kunststück ein weiteres Mal gelingt. Zwar haben die Erwartungen sich mittlerweile in astronomische Höhen gesteigert. Dasselbe gilt aber momentan auch noch für die Nachfrage nach KI-Hardware und gerade in China deckt man sich in Erwartung an weitere US-Sanktionen im Tech-Bereich mit allem ein, was sich nur irgendwie in die Finger bekommen lässt.

Mittel- und langfristig ist die Nvidia-Aktie durchaus eine nicht ungefährliche Angelegenheit und bisher folgte an der Börse noch auf jeden Höhenflug eine Korrektur. Eine solche muss aber nicht zwingend den Charakter einer platzenden Blase haben. Für den Moment gibt es keinen Grund zur Panik, Anleger sollten das Geschehen aber sehr genau im Auge behalten. Zudem drängt sich auf dem sehr hohen Niveau derzeit auch kein Neueinstieg auf.

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08.09.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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