Tagesbericht Palladium vom 15.08.2025: Palladiumpreis vor weiterer Rally - Kombination aus solider Quartalsbilanz und Risiken verstärkt bullische Erwartungen der Investoren
Nach Schwächephase signalisiert der Palladiumpreis eine mögliche Bodenbildung
Der Palladiumpreis zeigt in dieser Woche ein deutliches Lebenszeichen. Mit einem Plus von 2,2 % gelingt es dem Edelmetall, nach einer längeren Schwächephase neue Stärke zu demonstrieren. Während der Preis zuletzt unter Druck geraten war, deutet sich nun eine Bodenbildung an, die den Bullen frischen Spielraum verschaffen könnte. Besonders bemerkenswert ist, dass dieser Anstieg in einer Phase erfolgt, in der viele Rohstoffe unter gemischten Vorzeichen handeln.
Seit Juli 2025 befindet sich der Palladiumpreis in einem klaren Aufwärtstrend. Nach einer langen Phase der Seitwärtsbewegung um die Marke von rund 1.000 US-Dollar je Unze gelang der Ausbruch über mehrere technische Widerstände. In der Folge wurde das höchste Kursniveau seit Juni 2023 markiert – ein klares Signal für anhaltende Stärke. Die solide Performance im zweiten Quartal, in dem der Preis über dem vorherigen Quartalshoch schloss, liefert zusätzliche Bestätigung. Neben der charttechnischen Dynamik spielt die industrielle Nachfrage eine tragende Rolle. Palladium (TVC:PALLADIUM) ist unverzichtbar für den Einsatz in Katalysatoren und weiteren industriellen Anwendungen, was den Kurs auch fundamental stützt.
Geopolitische Einflüsse und Angebotslage
Der Palladiumpreis wird stark durch geopolitische Rahmenbedingungen beeinflusst. Russland und Südafrika dominieren die Förderung mit rund 80 % des globalen Angebots. Sanktionen, Exportbeschränkungen oder Handelszölle könnten daher schnell zu Engpässen führen. Zwar sind Palladiumimporte aktuell von US-Tarifen ausgenommen, doch die angespannte Lage zwischen den USA und Russland bleibt ein Risikofaktor. Hinzu kommt die geringe Marktliquidität, die selbst moderate Veränderungen im Angebot oder der Nachfrage verstärken kann. Historische Beispiele zeigen, dass geopolitische Schocks bei Palladium besonders heftige Preissprünge auslösen können. Mit steigenden Notierungen und potenziellen Angebotsrisiken bleibt der Markt daher in einer empfindlichen Balance.
Technische Analyse
Im kurzfristigen Bild zeigt sich der Palladiumpreis aktuell unter dem fallenden gleitenden 10-Tage-Durchschnitt, was als negatives Signal gilt. Der nächste wichtige Unterstützungsbereich liegt bei 1.110 US-Dollar; ein Unterschreiten könnte weitere Abgaben auslösen. Auf der Oberseite gilt die Zone um 1.221 US-Dollar als markanter Widerstand, an dem der laufende Abwärtstrend erneut an Fahrt aufnehmen könnte. Langfristig ist der 200-Tage-Durchschnitt steigend, und der Kurs notiert darüber – ein positives Zeichen für die mittelfristige Perspektive. Insgesamt ergibt sich daraus eine übergeordnete Seitwärtsbewegung, in der die Marktteilnehmer klar zwischen technischen Marken agieren.
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15.08.2025 - Andreas Opitz

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