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Edelmetall Marktbericht vom 22.10.2023: Platin und Palladium - Uneinheitliche Kursentwicklung wirft Fragen auf

ECB-Zinsentscheid und Fed-Rede könnten für Bewegung sorgen

NTG24 - Edelmetall Marktbericht vom 22.10.2023: Platin und Palladium - Uneinheitliche Kursentwicklung wirft Fragen auf

 

Die Entwicklung im Edelmetallmarkt scheint, zumindest in dieser Handelswoche, einem ungewöhnlichen Muster zu folgen. Während Gold und Silber als "sichere Häfen" von geopolitischen Spannungen und makroökonomischen Unsicherheiten profitieren, bewegen sich Platin und Palladium in gegensätzliche Richtungen. Diese beiden Metalle reflektieren nicht nur die Stärke oder Schwäche der Weltwirtschaft, sondern auch die komplexen Faktoren, die aktuell die Finanzmärkte beeinflussen. Um ein umfassendes Bild zu bekommen, werfen wir einen detaillierten Blick auf die jüngsten Entwicklungen und was sie für die kommende Woche bedeuten könnten.

Platin (TVC:PLATINUM) schloss die Woche mit einem Kurs von 896 US-Dollar und einem Wachstum von 1,6 % ab, während Palladium (TVC:PALLADIUM) bei 1095 US-Dollar endete und einen Rückgang von 4,1 % verzeichnete. Auch die monatliche Performance beider Metalle zeigt ein differenziertes Bild: Platin liegt derzeit bei einem Monatsminus von 0,81 %, während Palladium einen erheblichen Rückgang von 11,3 % verbucht.

 

Gold und Silber: Die sicheren Häfen in stürmischen Zeiten

 

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Werbebanner DegussaWährend Platin und Palladium Schwankungen erleben, erfreuen sich Gold und Silber einer Sonderstellung. Ihre Rolle als "sichere Häfen" während unsicherer Zeiten ist unumstritten. Craig Erlam, Senior Market Analyst bei OANDA, betonte die steigende geopolitische Unsicherheit, insbesondere im Nahen Osten, als wichtigen Faktor für den aktuellen Aufwärtstrend von Gold. Hinzu kommt, dass die Befürchtungen einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im Jahr 2023 nachlassen.

 

Die wirtschaftlichen Einflussfaktoren

 

Die Auswirkungen der Wirtschaft sind auf Platin und Palladium direkter und spürbarer als auf Gold und Silber. Viele Faktoren belasten derzeit die Märkte, von der allgemeinen Konjunkturschwäche bis hin zu spezifischen geopolitischen Risiken. Metalle wie Platin und Palladium sind daher anfälliger für solche externen Schocks.

 

Was steht nächste Woche an?

 

Die kommende Woche könnte interessante Wendungen für den Edelmetallmarkt bereithalten. Mehrere wichtige Ereignisse stehen auf der Agenda: der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (ECB), das ifo-Geschäftsklima und die Verkäufe von Neubauten in den USA. Ein weiterer Faktor, der die Märkte bewegen könnte, ist die anstehende Rede des Fed-Vorsitzenden Paul. Diese Ereignisse könnten als Katalysatoren für Veränderungen im Edelmetallmarkt dienen.

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Technische Analyse Platin: Signale und Schlüsselbereiche

 

Die technische Analyse bietet eine objektive Bewertung der Marktpreise und schließt daraus auf mögliche künftige Kursbewegungen. Beim Platinpreis zeigt sich ein gemischtes Bild. Er beendete die Woche bei 896 US-Dollar, was einen leichten Anstieg von 1,6 % gegenüber der Vorwoche darstellt. Die monatliche Performance zeigt jedoch ein Minus von 0,81 %.

Ein kritischer Indikator für langfristige Analysen ist der 200-Tage-Durchschnitt (GD200), der derzeit eine abwärtsgerichtete Tendenz aufweist. Der Kurs von Platin liegt zudem unter diesem Durchschnitt, was insgesamt ein bearishes Signal ist. Schlüsselzonen, die im Auge behalten werden sollten, sind die Unterstützungsbereiche um 854 US-Dollar und Widerstandsbereiche bei etwa 995 US-Dollar. Der 52-Wochenbereich bietet ebenfalls wichtige Anhaltspunkte: Hier fungieren 854 US-Dollar als robuste Unterstützung und 1133 US-Dollar als massiver Widerstand. Die zusammenfassende Einschätzung der technischen Analyse deutet auf eine übergeordnet ungünstige Trendlage für Bullen hin.

 

Technische Analyse Palladium: Ein Markt im Griff der Bären

 

Die technische Situation bei Palladium ist noch düsterer. Der Abschlusskurs der Woche lag bei 1095 US-Dollar, was einen wöchentlichen Rückgang von 4,1 % markiert. Monatlich sieht es nicht besser aus; hier steht ein Minus von 11,3 % zu Buche.

Auch beim Palladium zeigt der 200-Tage-Durchschnitt (GD200) eine fallende Tendenz, und der aktuelle Kurs liegt ebenfalls unter diesem wichtigen Durchschnitt. Die wichtigsten Unterstützungs- und Widerstandszonen liegen bei 1085 bzw. 1330 US-Dollar. Langfristig sind 1085 US-Dollar als Unterstützung und 2105 US-Dollar als Widerstand von Bedeutung. Das abschließende Urteil der technischen Analyse ist eindeutig: Die Bären dominieren derzeit den Markt.

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Wie ist der Ausblick?

 

Während die geopolitischen Unsicherheiten und makroökonomischen Daten weiterhin Einfluss auf den Edelmetallmarkt haben werden, bieten die kommenden Ereignisse, wie die Rede des Fed-Vorsitzenden und der ECB-Zinsentscheid, eine gewisse Dynamik. Ob Platin und Palladium ihre derzeitige Performance umkehren können oder ob die Bären weiterhin das Sagen haben werden, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die nächste Woche wird für Marktteilnehmer und Investoren gleichermaßen spannend.

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22.10.2023 - Andreas Opitz

Unterschrift - Andreas Opitz

 

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