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Edelmetall Marktbericht vom 08.10.2023: Platin und Palladium - Niedrige Preise und negative Trends belasten den Markt

Preisverfall hat Folgen für Investoren und Industrie

NTG24 - Edelmetall Marktbericht vom 08.10.2023: Platin und Palladium - Niedrige Preise und negative Trends belasten den Markt

 

In einer Woche, in der Platin und Palladium Preisrückschläge erlitten haben, ist es sinnvoll, einen tieferen Einblick in die aktuellen Trends und potenziellen Auswirkungen auf den globalen Edelmetallmarkt zu werfen. Vor dem Hintergrund einer allgemeinen Marktschwäche und der Warnungen von Führungspersönlichkeiten aus der Industrie, beleuchten wir, was diese Entwicklungen für Investoren und die Branche als Ganzes bedeuten könnten.

Diese Woche war keine gute für Anleger in Platin (TVC:PLATINUM) und Palladium (TVC:PALLADIUM). Während Platin um 2,9 % auf 878 US-Dollar fiel, verzeichnete Palladium sogar einen Rückgang von 6,7 %, um bei 1.153 US-Dollar zu schließen. Das sind alarmierende Zahlen, insbesondere wenn man bedenkt, dass beide Metalle im letzten Jahr noch aufgrund der geopolitischen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine beachtliche Höhen erreicht hatten.

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Äußerungen von Führungspersonen

 

Craig Miller, CEO von Anglo American Platinum, der weltgrößten Platinmine nach Wert, hat kürzlich gegenüber Reuters seine Bedenken über die anhaltend niedrigen Metallpreise geäußert. "Ich hoffe wirklich, dass ich falsch liege, aber so, wie ich das Geschäft aufstelle, bleiben diese Preise für einige Zeit bestehen", so Miller. Diese Aussage, kombiniert mit dem negativen Preisverlauf der letzten Monate, hinterlässt wenig Raum für Optimismus.

 

Implikationen für südafrikanische Minen

 

Das Sorgenkind bleibt Südafrika, das weltweit der größte Anbieter von Platin ist und auch erhebliche Mengen an Palladium fördert. Die sinkenden Preise bedrohen Arbeitsplätze in einer Industrie, die bereits unter den weltweit tiefsten, ältesten und kostspieligsten Platinminen leidet. Miller wies darauf hin, dass die Unternehmen in der Region sich für einen längerfristigen Preisverfall rüsten müssen. "Wir müssen sicherstellen, dass unser Geschäft für die Möglichkeit eingerichtet ist, dass die Preise für einige Zeit niedriger bleiben. Gleichzeitig müssen wir uns für eine Wende einrichten, wenn sich die Preise ändern", sagte er.

 

Technische Analysen werfen Schatten – Platin unter Druck

 

Die technische Analyse für Platin zeichnet ein düsteres Bild. Der Metallpreis beendete die Handelswoche bei 878 US-Dollar und lag damit unter dem sinkenden 200-Tage-Durchschnitt (GD200), ein klares Signal für langfristige Negativtrends. In der mittelfristigen Perspektive dient eine Zone um 834 US-Dollar als solider Unterstützungsbereich. Hingegen liegt der mittelfristige Widerstandsbereich bei etwa 995 US-Dollar. Die wirklich harten Widerstände und Unterstützungen liegen allerdings im Bereich des 52-Wochen-Hochs und -Tiefs, bei 1.133 bzw. 854 US-Dollar. Die technische Analyse lässt keinen Raum für Interpretation: Die Bären haben das Ruder in der Hand.

 

Palladium: Gleiche Tonart, anderes Lied

 

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Werbebanner C.HAFNERAuch bei Palladium sieht es nicht rosiger aus. Mit einem Wochenschluss von 1.153 US-Dollar und einem Minus von 6,7 % folgt Palladium dem Negativtrend im Edelmetallmarkt. Wie bei Platin ist auch hier der GD200 fallend, was für langfristige Anleger ein rotes Tuch sein dürfte. Der Unterstützungsbereich für das mittelfristige Szenario liegt bei etwa 1.100 US-Dollar, während der Widerstand bei 1.320 US-Dollar liegt. Ein Blick auf die extremen Bereiche zeigt das 52-Wochenhoch bei 2.265 und das 52-Wochentief bei 1.132 US-Dollar. Kurz gesagt: Die Bären dominieren auch hier.

 

Marktausblick - Indikatoren zeichnen düsteres Bild

 

Die Bären scheinen momentan die Oberhand im Edelmetallmarkt zu haben. Dies gilt sowohl für Platin als auch für Palladium. Die technischen Indikatoren zeichnen ein düsteres Bild, und die Worte von Craig Miller, dem CEO von Anglo American Platinum, unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Lage. Insbesondere Südafrika steht vor Herausforderungen, die durch die fallenden Preise und deren Auswirkungen auf die Minenindustrie und Arbeitsplätze potenziert werden.

 

Bleiben die Bären weiter am Ruder?

 

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Bären weiterhin durchsetzen oder ob sich ein neues, positiveres Marktumfeld entwickeln wird. Die Statements der Branchenführer und die technischen Analysen deuten jedoch darauf hin, dass niedrige Preise und ein schwieriges Marktumfeld in der näheren Zukunft wohl eher die Regel als die Ausnahme sein werden.

In dieser ungewissen Zeit wäre es ratsam, die Entwicklungen genau zu beobachten und eventuelle Investitionsentscheidungen sorgfältig abzuwägen. Denn in einem Markt, der von Bären dominiert wird, ist Vorsicht besser als Nachsicht.

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08.10.2023 - Andreas Opitz

Unterschrift - Andreas Opitz

 

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