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Plug Power zurück im alten Trott, Steinhoff auf dem Weg zum Exitus, BYD schwächelt sichtlich und auch die Commerzbank enttäuscht die Anleger

Keine gute Stimmung an den Märkten

NTG24 - Plug Power zurück im alten Trott, Steinhoff auf dem Weg zum Exitus, BYD schwächelt sichtlich und auch die Commerzbank enttäuscht die Anleger

 

Noch vor einigen Tagen schien die Welt an den Börsen einigermaßen in Ordnung zu sein. Trotz vieler Krisen und Probleme kletterte der DAX auf ein Rekordhoch und es gab allerorten grüne Vorzeichen zu sehen. In der abgelaufenen Woche scheint sich die Stimmung ins Gegenteil verkehrt zu haben und es gab teils drastische Einbrüche bei Einzeltiteln zu sehen.

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Mit zu den größten Enttäuschungen in dieser Woche zählt die Aktie von Plug Power (US72919P2020), welche auf Wochensicht um 14,7 Prozent einknickte. In der zweiten Juni-Woche setzte das Papier noch zu einem ansehnlichen Comeback an. Ausgehend von rund 8,50 Euro ging es bis auf 10,19 Euro in die Höhe und damit erstmals seit März wieder über die 10-Euro-Linie.

Zum Wochenende stehen nun lediglich noch 8,47 Euro auf dem Ticker und der Titel scheint in den alten Trott zurückzufallen. Der Freitag fiel besonders enttäuschend aus und es ging noch einmal um 4,12 Prozent in die Tiefe. Zwar konnte Plug Power jüngst den einen oder anderen neuen Auftrag verkünden. Das scheint aber nicht auszureichen, um die Stimmung der Börsianer dauerhaft zu heben.

 

Steinhoff: Mit großen Schritten Richtung Abgrund

 

Das ist tatsächlich aber noch harmlos im Vergleich dazu, was sich bei Steinhoff (NL0011375019) derzeit beobachten lässt. Nachdem ein niederländisches Gericht gegen den Willen der Aktionäre die Restrukturierungspläne des Managements bestätigt hat, ist die Aktie in den freien Fall übergegangen. Auf Wochensicht ging es um 79,5 Prozent abwärts und ein Anteilsschein wurde zuletzt für gerade einmal 0,2 Cent gehandelt. Wahrscheinlich sind das aber noch 0,2 Cent zu viel.

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Werbebanner EMH PM Trade80 Prozent des Konzerns werden in die Hände der Gläubiger gehen und gegen das Urteil sind keine Rechtsmittel mehr möglich. Die Steinhoff-Aktie wird von den Märkten verschwinden und das wahrscheinlich schon im Laufe der kommenden Woche. Die Aktie wird damit schlicht wertlos und mit irgendwelchen Comeback-Fantasien hat es sich endgültig ausgeträumt. Die Anteilseigner lieferten bis zuletzt Widerstand gegen die Pläne von Steinhoff, welche faktisch einer Enteignung gleichkommen. Doch es hat offensichtlich nicht ausgereicht, um die Richter zu überzeugen. Deren Begründung für das Urteil steht noch aus, doch ändern wird jene am Exitus der Steinhoff-Aktie letztlich auch nichts mehr.

 

BYD mit kleinem Rückschlag

 

Eher in Grenzen hält sich da noch die Enttäuschung bei der Aktie von BYD (CNE100000296), welche am Freitag um 2,12 Prozent an Wert verlor. Zum Wochenende ging es damit knapp unter die 30-Euro-Linie, welche vor knapp drei Wochen noch mühselig erobert werden musste. Es ist für den Moment nur ein kleiner Rückschlag und nicht zwingend das Ende des generellen Aufwärtstrends. Es zeigt sich allerdings deutlich, dass auch BYD sich der miesen Stimmung an den Märkten nicht entziehen kann.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenFundamental läuft es für den chinesischen Autobauer weiterhin blendend und in Europa wird immer mehr Druck gegen die Platzhirsche aufgebaut. Es gibt allerdings auch Zweifel daran, ob die von BYD veröffentlichten Absatzzahlen wirklich der Wahrheit entsprechen. Kritiker vermuten, dass das Unternehmen massenweise Fahrzeuge zulässt, die gar keinen Käufer finden. Auf diesem Wege sollen wohl Subventionen in China eingeheimst werden. Dabei handelt es sich aber lediglich um unbestätigte Vorwürfe, die auch schon etwas länger durch das Netz geistern.

 

Commerzbank: Wieder nichts!

 

Trotz recht üppiger Aktienrückkäufe kann die Commerzbank (DE000CBK1001) bei den eigenen Anlegern ebenfalls nicht für gute Stimmung sogen. Im Mittelpunkt stand am Freitag mal wieder die polnische Tochter mBank, welche eine noch höhere Risikovorsorge als ohnehin schon aufbauen muss. Weitere 342 Millionen Euro werden wohl benötigt und bei den Anlegern ist die Sorge groß, dass die Probleme noch größer werden könnten.

Mit der Commerzbank-Aktie ging es da schließlich kräftig in die Tiefe und die allgemein schlechte Stimmung erwies sich als zuverlässiger Katalysator für die Abwärtsbewegung. 5,9 Prozent an Verlusten mussten die Aktionäre hinnehmen und pünktlich zum Wochenende rauscht das Papier wieder unter die 10-Euro-Linie. Ein nachhaltiger Aufwärtstrend scheint sich hier einfach nicht etablieren zu wollen, obschon es in den letzten Wochen durchaus erfreuliche Nachrichten zu vermelden gab und es bei den Geschäften so gut wie schon seit Jahren nicht mehr läuft.

 

Nagende Zweifel

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeViel von den jüngsten Verlusten an den Märkten ist auf ungute Gefühle zurückzuführen. Im Prinzip hat sich zuletzt gar nicht allzu viel verändert. Doch gerade neue Zinssorgen nach Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell erwiesen sich als Bremsklotz und an den Märkten sind die Sorgen wieder zurück. Die Erfahrung lehrt, dass jene früher oder später auch wieder in den Hintergrund rücken werden. Wann genau das der Fall sein wird und ob es dann wieder in den Rallyemodus gehen kann, das steht aber freilich in den Sternen.

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25.06.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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