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Uniqa wächst weiter, aber der Börse nicht schnell genug

Die Börse Wien hatte mehr von der Uniqa erwartet - wie weit reicht die Korrektur?

NTG24 - Uniqa wächst weiter, aber der Börse nicht schnell genug

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Uniqa legt einen sehr guten Halbjahresabschluss vor. Der Börse reicht das Erreichte jedoch nicht und bemängelt, dass sich im 2. Quartal eine kleine Delle ergeben hat. Obendrein bleibt der Vorstand bei seiner konservativen Jahresprognose. 

Der Halbjahresabschluss von Uniqa (AT0000821103) fiel sehr gut aus, aber die Börse stört sich an der Entwicklung im 2. Quartal. Insgesamt konnte der österreichische Versicherungskonzern ein Wachstum der verrechneten Prämien von 12,0 % auf 4,92 Mrd. Euro erzielen. Nichts, worüber man die Nase rümpfen müsste. Ganz im Gegenteil. Aber: Die ersten drei Monate hatte man mit einem Wachstumsschub um 14,4 % auf 2,44 Mrd. Euro begonnen, sodass sich bei den Anlegern die Erwartungshaltung ausprägt, dass die Uniqa auch im 2. Quartal auf diesem Wachstumsniveau bleiben wird. Die eingepreisten Bewertungsprämien im Kurs legten sogar nahe, dass die Börse Wien sich auf eine Beschleunigung des Tempos eingestellt hatte. 

 

Uniqa Insurance Group AG

 

Die Schwächung kam aus dem Leben Geschäft. Bei der Lebenversicherung konnte Uniqa die verrechneten Prämien nur um 2,6 % auf 886 Mio. Euro verbessern. Deutlich unter dem Niveau, was man beispielsweise in der Schaden- und Unfallversicherung erreichte. Das mit Abstand grösste Geschäftsfeld der Versicherung wuchs überproportional stark um 16,2 % auf 3,16 Mrd. Euro. Der versicherungstechnische Ertrag entwickelte sich allerdings hier unterproportional mit einem Anstieg um lediglich 6,2 % auf 2,48 Mrd. Euro. Die Erträge in der Kranken- und Lebenversicherung wuchsen hingegen zweistellig. Hält man die Aufwendungen dagegen, ergab sich hier ebenfalls ein Grund zum Mäkeln, da sie um 8,5 % auf 3,33 Mrd. Euro stiegen und damit schneller wuchsen als die Erträge. 

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Uniqa wächst weiter, aber der Börse nicht schnell genug

 

Unter dem Strich verdiente Uniqa mit dem Versicherungsgeschäft im 1. Halbjahr weniger. Das Ergebnis sank um -4,9 % auf 360 Mio. Euro, was allerdings auch stark durch den sich ausweitenden Verlust im Rückversicherungsgeschäft geprägt war. Der Rückgang wurde allerdings durch das Kapitalanlageergebnis überkompensiert, das beeindruckend ausgefallen ist, aber von der Börse ignoriert wird. Das Asset-Management erreichte in den ersten sechs Monaten einen Anstieg des Ergebnisses um 46,7 % auf 586,7 Mio. Euro. Da das Kapitalanlageergebnis jedoch stark von den Schwankungen am Anleihemarkt geprägt ist, nimmt man das positive Abschneiden zur Kenntnis, baut daraus jedoch keinen zusätzlichen Bewertungsaufschlag. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAlles in allem verdiente die Uniqa 11,1 % mehr. Man erreichte ein Konzernergebnis von 258,4 Mio. Euro und eine Eigenkapitalrendite von 16,3 % (Vorjahr: 15,7 %). Die Vorgaben aus dem 1. Halbjahr reichten aber nicht, um den Vorstand zu einer Anhebung der Jahresprognose zu bewegen. Man blieb bei der ursprünglichen Ankündigung, dass man das Vorsteuerergebnis im Gesamtjahr zwischen 540 Mio. Euro und 570 Mio. Euro erwartet (1. Halbjahr: 326,5 Mio. Euro). Das bedeutet umgekehrt, dass der Vorstand im 2. Halbjahr mit einem sequenziell fallenden Vorsteuerergebnis rechnet. Die Börse nimmt die Geschäftsführung beim Wort und lässt die Kurse nach Veröffentlichung fallen.

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21.08.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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