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K+S, Heidelberger Druck, Varta, Deutsche Telekom, Siemens Energy, TUI: Marktbericht Strategiedepot Vermögensstreuung

Update zum Strategiedepot Vermögensstreuung 06.06.2021

NTG24 - K+S, Heidelberger Druck, Varta, Deutsche Telekom, Siemens Energy, TUI: Marktbericht Strategiedepot Vermögensstreuung

 

In der zurückliegenden Woche kam es an den internationalen Aktienmärkten zu weiteren Kursanstiegen, in deren Folge der MSCI WORLD (Euro)-Index um weiter + 0,75 % zulegte. Beflügelt von weiter zunehmend verbesserten Konjunkturdaten und Unternehmensergebnissen, wie auch einer zuletzt wieder weichenden Inflations- und Leitzinserhöhungsskepsis in den USA (die Rendite 10jähriger öffentlicher US-Anleihen stagnierte in der letzten Woche bei 1,63 %) tastete sich der MSCI World (Euro)-Index in der letzten Woche somit erneut an den Ende Oktober 2017 etablierten Aufwärtstrendwiderstand heran.

Die nachfolgend dargestellte Charttechnik des MSCI World (Euro)-Indexes erklärt dessen nun schon seit 12.04. insgesamt lediglich verzeichnete Seitwärtsbewegung bestens, liegt doch o.g. primärer Trendwiderstand nur noch gut 2 % vom aktuellen Kursniveau entfernt und läuft der Index zudem aktuell nun auch noch quasi bis zum letzten Punkt in die Spitze seines Ende März 2020 etablierten, sehr steilen Rallye-Aufwärtsdreiecks hinein, das in der zweiten und dritten Mai-Woche sogar schon einmal kurzzeitig leicht nach unten verletzt worden war.

Spätestens in der ersten Juli-, möglicherweise aber sogar auch schon in der zweiten Juni-Hälfte wird im Vorfeld der kommenden Unternehmensberichtsperiode zum 2. Quartal die charttechnische Entscheidung daher nun unweigerlich fallen, ob die Weltaktienmärkte im Falle weiterer positiver Unternehmensergebnisüberraschungen (bzw. auch der Widerlegung von Skeptikern, die bislang gerade bei Wachstumsunternehmen von einer stark positiven temporären „Corona-Sonderkonjunktur“ dieser Unternehmen ausgegangen waren) unter einem dann wohl schlagartigen Ausbruch in eine gänzlich neue Chartdimension vorstoßen werden, oder ob andernfalls bei nunmehr weniger überzeugenden Unternehmensdaten die bereits im Mai kurzzeitig leichte Dreiecksverletzung nach unten nun endgültig ihre negative Bestätigung erhält und es dann erstmal zu einer deutlicheren Korrektur der Weltaktienmärkte kommen dürfte.

Für beide denkbaren Ausbruchs-Szenarien nach oben oder unten gibt es derzeit hinreichend triftige Argumente (positiv: zunehmend verbessertes globales Konjunkturumfeld unter weiterhin längerfristig nur als moderat einzuschätzenden Inflationsrisiken; negativ: weiterhin auf einem 19 Jahres-Hoch befindliche und damit sehr ambitionierte KGV (05/2022e)-Bewertung des MSCI World-Indexes von rd. 19,7).

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Werbebanner ISIN-WatchlistDie weitere Entwicklung der Weltaktienmärkte, die unseres Erachtens durchaus auch weiterhin im negativsten Fall ein Korrekturpotenzial nach unten von ca. 8 – 10 % eröffnet, stellt also in den kommenden Tagen und Wochen eine der interessantesten charttechnischen „Hopp oder Top“-Entscheidungen seit Jahren dar (was auch die aktuell wieder zunehmend geringere Volatilität an den Aktienmärkten bestens erklärt) und auf deren Ausgang wir in unseren 5 Strategie- / Themendepots künftig selbstverständlich dann auch mit jeglicher prozyklisch ausgerichteten Konsequenz reagieren werden.

 

Chart: MSCI World (Euro)-Index seit 2. Halbjahr 2017

 

 

In den USA wurde die Berichtssaison der S&P 500-Konzerne zum 1. Quartal 2021 nun tatsächlich mit einer Überbietung der Umsatz-Konsensschätzungen der Analysten in 78 % aller Fälle sowie der Nettogewinnschätzungen gar in 88 % aller Fälle abgeschlossen, was mit einer Steigerung des Nettogewinnwachstums gegenüber dem Vorjahr um + 52,5 % einherging (= höchste Wachstumsrate seit dem 1. Quartal 2010 von + 55,4 %).

Angelehnt an die zuletzt überwiegend positiv ausgefallenden Nettogewinnankündigungen der Unternehmen für das 2. Quartal erwarten die Analysten für dieses derzeit im Konsens nun einen weiteren Nettogewinnanstieg im S & P 500-Index um ca. + 62,0 %, während diese Gewinnwachstumsprognose für das 2. Quartal beispielsweise per 31.03. noch bei + 52,2 % gelegen hatte.

Die Zuversicht der Analysten für weitere hoch dynamische Gewinnausweitungen im 2. Quartal ist bezogen auf den weltweit maßgeblichsten Aktienindex S&P 500 als aktuell völlig ungebrochen, was bei entsprechender Bewahrheitung oder gar Überbietung künftig eigentlich für einen kommenden Konsolidierungsausbruch der Weltaktienmärkte nach oben sprechen müsste.

Noch bullisher sind die Analysten für das 2. Quartal jedoch nun erneut für die Ergebnisentwicklungen des weit konjunktursensibleren europäischen STOXX 600-Index gestimmt.

Nachdem sich auch hier nun die Vorlage der Zahlen zum 1. Quartal in den letzten Zügen befindet und bislang bei einer Überbietung der Umsatzschätzungen in 69 % aller Fälle sowie der Nettogewinnprognosen in 72 % aller Fälle letztere gegenüber dem Vorjahr um fulminante + 95,3 % gegenüber dem Vorjahr hochgeschnellt sind, erwarten die Analysten im STOXX 600-Index auch für das 2. Quartal nun eine ähnlich gewaltige Nettogewinnsteigerung um + 94,6 %, und dies selbst einer weiteren unterstellten Umsatzsteigerung um „nur“ + 18,3 %.

Im Vorjahresvergleich dürfte sich folglich im STOXX 600-Index eine weitere massive Ausweitung der Nettogewinnmargen einstellen, allerdings gegenüber dem 1. Quartal 2021 nun vermutlich wieder ein erster Rückgang, da der 95,3 %ige Nettogewinnsprung im 1. Quartal lediglich mit einer sehr moderaten Ausweitung der Unternehmensumsätze um rd. + 3,2 % verbunden war.

Wir halten in all unseren Strategie-/Themendepots bis auf das Themendepot Edelmetalle (aktuelle Aktienquote: rd. 80 %) eine anvisierte Zielaktienquote von rd. 85 % zunächst auch weiterhin aufrecht, werden aber wie oben schon betont auf jegliche Marktausbruchsrichtung sehr konsequent prozyklisch reagieren, ebenso wie auch in künftigen Gewichtungsentscheidungen von konjunkturresistenten Wachstums- versus zyklischen Industrie und Finanzwerten in unseren Depots.

Entsprechend dem in der letzten Woche mit einem Wertzuwachs um + 1,1 % erneut leicht outperformenden DAX 30-Index verzeichneten hierbei die meisten deutschen Standardaktien, allen voran aber die besonders konjunkturzyklischen unter ihnen, weitere Kursgewinne.

So drückte sich z.B. bei K+S (DE000KSAG888) und HEIDELBERGER DRUCK (DE0007314007) deren traditionell starke Konjunkturanfälligkeit in der letzten Woche in gleichermaßen deutlichen Kursanstiegen um jeweils + 4 % aus und auch die Aktie des weltführenden Batterieherstellers VARTA (DE000A0TGJ55) zählte mit einem Kursplus von + 3 % zu den klaren Outperformern unter den führenden deutschen Aktien. Auch die Aktie der DEUTSCHEN TELEKOM (DE0005557508) befestigte sich moderat um + 1 %.

Dagegen gehörten beispielsweise die Aktien von SIEMENS ENERGY (DE000ENER6Y0) und TUI (DE000TUAG000) in der letzten Woche zu den Verlierern und büßten - 3 % bzw. - 1 % ein.

Die Aktie von K+S, die seit ihrem Corona-Crashtief vom 23.03.2020 nun bereits wieder um + 159 % zugelegt hat, setzte ihren gerade seit der letzten April-Woche nochmals rasanteren Kursanstieg auch in der zurückliegenden Woche nahtlos fort und überwand damit sogar nun auch wieder erstmals geringfügig den etwas flacheren, längerfristigen 6 Jahres-Abwärtstrend, der im Juni 2015 eingeleitet wurde.

Schon seit dem Wochenauftakt am 01.06. profitierte die K+S – Aktie stark von einer Anhebung ihres Aktienkursziels durch die Deutsche Bank von 11,00 auf 12,00 Euro (aktueller Kurs 08.06.: 11,65 Euro).

Die Analystin der Deutschen Bank erklärte ihre Kurszielanhebung vor dem Hintergrund der aktuell leicht anziehenden Kalidüngerpreise, verbesserter Absatzperspektiven des Kasseler Konzerns und auch ebenso kostenbedingt steigender operativer Margen mit einer hierauf für alle Jahre von 2021 – 2023 um jeweils bis zu 10 % nach oben vorgenommenen Revision ihrer prognostizierten EBITDA-Gewinne für K+S. Für 2021 geht die Analystin nun beispielsweise von der Erzielung eines operativen EBITDA-Gewinns von 582 Mio. Euro aus, was damit bereits im oberen Viertel der von K+S selbst für 2021 angepeilten EBITDA-Spanne zwischen 500 und 600 Mio. Euro liegt.

Mit ihrem am 07.06. in der Spitze erreichten Kurs von 12,29 Euro hat die Aktie von K+S nun erstmals wieder ihren seit Juni 2015 eingeleiteten Abwärtstrend zumindest leicht durchstoßen.

Allerdings vertreten die Analysten derzeit mehrheitlich die klare Auffassung, dass K+S in 2022 bei einem nur noch geringfügig weiter um + 3 % gesteigerten Umsatz gleichzeitig wieder einen massiven, voraussichtlich nicht weniger als - 75 % betragenden Nettogewinneinbruch verbuchen dürfte, womit die Aktie dann wieder mit einem aus unserer Sicht immens hohen KGV (2022e) von rd. 28 bewertet wäre.

Wir schließen uns daher dem aktuellen Analystenkonsens, unter diesen Geschäftserlahmungs-Aspekten in 2022 sei die K+S-Aktie gegenwärtig um rd. 16 % überbewertet einzustufen, vollständig an und raten von einem Aktienkauf auf dem aktuellen Niveau daher ab.

Höchstens eine rein charttechnische, spekulative Trading-Wette auf einen kurzfristigen möglichen weiteren Aktienkursanstieg bis auf maximal rd. 14 Euro (= Widerstand des im August 2011 initiierten Primär-Abwärtstrends) könnte derzeit noch eine Erwägung wert sein. Allerdings wäre damit dann aus unserer Sicht die Aktie zweifellos als derart eklatant überbewertet anzusehen, dass allerspätestens dann die Reißleine gezogen bzw. aktuell gehaltene Bestände nach unserer Empfehlung wieder konsequent verkauft werden sollten.

 

Chart: K+S AG

 

 

Die Aktie von HEIDELBERGER DRUCK (HDD) stand in der letzten Woche hingegen weiterhin vor allem im positiven Licht ihrer seit 11.05. bekanntgegebenen hohen Geschäftserfolge in ihrem neu aufgebauten Standbein sog. Wallboxen, also mobiler Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Allerdings wiesen wir schon im zurückliegenden Marktbericht zum Strategiedepot VERMÖGENSSTREUUNG vom 23.05. (siehe hier) klar darauf hin, dass dieses Segment in 2020/21 (per 31.03.) gerade einmal einen nahezu irrelevanten Anteil von 1 % am Konzernumsatz einnahm, so dass wir die aktuelle offensichtliche Anlegereuphorie zu diesem Geschäftseinstieg von HDD derzeit (noch) in keiner Weise teilen und im aktuellen Geschäftsstadium derzeit als weit überzogen erachten.

Wesentlich relevanter sind dagegen auch weiterhin die Perspektiven im operativen Kerngeschäft von HDD, nämlich der technologisch weltführenden Herstellung von Bogenoffset-Druckmaschinen sowie ergänzender und nachgelagerter Druckereiprodukte (wie z.B. Druckplattenbelichter und Geräte zur automatisierten Herstellung von Schachteln).

Der hier verzeichnete aktuell klare konjunkturelle Rückenwind ihres Kerngeschäfts, positive Effekte ihres laufenden Transformationsprogramms und ein per Ende 2020/21 zusätzlich gegebener Auftragsbestand von 636 Mio. Euro (= 1/3 des vorherigen Gesamtjahres-Konzernumsatzes) sollten laut CEO Hundsdörfer „gute Voraussetzungen“ für ein insgesamt erfreuliches Geschäftsjahr in 2021/22 bilden, das wie schon im 4. Quartal 2020/21 von weiter anziehenden Umsätzen wie auch operativen Margen geprägt sein dürfte.

Die mittlerweile wieder sehr gute Nachfrage- und Auftragslage bei HDD (nach Unternehmensangaben aktuell gerade aus China) wird auch dadurch signalisiert, dass nach der letzten Meldung vom 25.05. nun zudem moderate Überwälzungen gestiegener Material-, Logistik- und anderer Beschaffungskosten auf die Druckmaschinenpreise vorgenommen wurden und somit konjunkturbedingt offenbar auch voll durchsetzbar waren.

Weitere Angaben zu den Geschäftsentwicklungen seit dem 31.03. wie auch konkretere Aussagen zu ihren Geschäftserwartungen für 2021/22 wird HDD sicher im Rahmen des ab morgen, 09.06., publizierten offiziellen Jahresgeschäftsberichts 2020/21 machen, was ebenfalls ein Hintergrund für den letztwöchigen deutlichen Aktienkursanstieg gewesen sein dürfte.

Auch langfristig sind die Analysten daher im Konsens sehr zuversichtlich, dass HDD im laufenden Geschäftsjahr die deutliche Rückkehr in die Gewinnzone gelingen und sich nach anschließender weiterer Margen- und Gewinnsteigerungsfortsetzung in 2022/23 hiermit ein nur noch auf einem sehr moderaten Niveau befindliches, rechnerisches Aktien-KGV (2022/23e) von lediglich rd. 8 einstellen sollte.

Wir teilen diesen Optimismus der Analysten grundsätzlich und stufen die Aktie sowohl bewertungsbedingt wie auch nach der jüngsten klaren Überwindung ihres im Oktober 2017 eröffneten primären Abwärtstrends nunmehr als längerfristig zumindest (gut) haltenswert ein, selbst wenn kurzfristig nun erst einmal wieder ein erneutes technisches Rückschlagsrisiko bis auf rd. 1,50 Euro nicht auszuschließen ist.

 

Chart: HEIDELBERGER DRUCK

 

 

Der Kursanstieg von VARTA vollzog sich in der letzten Woche dagegen ohne jegliche fundamental neue Unternehmensmeldungen und dürfte vor allem auch dadurch begünstigt worden sein, dass gleichfalls der international führende Elektrofahrzeugantriebs- und -Batteriehersteller BYD (CNE100000296) ebenfalls einen fortgesetzten Aktienkursanstieg um + 7 % verzeichnete.

Wir bleiben daher auch weiterhin bei unserer zuletzt im Marktbericht zum Strategiedepot AKTIEN SPEKULATIV am 25.05. geäußerten analytischen Ansicht, dass selbst bei dem absehbaren zunehmenden Einstieg in die Produktion von Elektrofahrzeugbatterien wie auch ihrer unbestritten hohen Innovationskraft in konsumbezogenen Lithium Ionen-Batterielösungen die Aktie von Varta mit aktuellen KGVs (2022e und 2023e) von 32 bzw. 29 derzeit als völlig ausreichend bezahlt und lediglich längerfristig haltenswert einzustufen ist.

Auch die Aktie der DEUTSCHEN TELEKOM legte in der letzten Woche um + 1 % zu.

Wesentliche fundamentale Nachrichten, die dem Aktienkurs Auftrieb verliehen haben dürften, lagen in den insgesamt 3 fundamental sehr relevanten Mitteilungen, dass erstens nach zunehmenden Lockdown-Aufhebungen hierzulande nun Anfang Juni wieder 421 der rd. 500 Deutsche Telekom-Shops geöffnet waren.

Zweitens sei ein erster AI-basierter Pioniertest von Sprach- und Videokonferenzen innerhalb des von der Deutschen Telekom als Weltpionier entwickelten 5G-Standalone-Netzes (d.h. erstmals ohne jegliche notwendige LTE-Unterstützung; sog. „Voice over New Radio-Technologie“) mittels der verwendeten Technologieunterstützungen von QUALCOMM, NOKIA und ERICSSON und den in den Tests verwendeten Smartphones von Samsung und Xiaomi so erfolgreich verlaufen, dass hiermit nach Einschätzung der Deutschen Telekom nun ein wesentlicher Meilenstein in zukunftsweisenden reinen 5G-Telefon- und Videokonferenzen in höchster Sprach- und Datenübertragungsbrillanz erzielt wurde und dass diese 5G Standalone-Technologie nach Einschätzung der Deutschen Telekom damit den gewerblichen Kommunikationssektor künftig noch revolutionieren werde.

Und drittens vermeldete die Deutsche Telekom in der letzten Woche auch den Abschluss eines neuen Kooperationsabkommens mit RINGCENTRAL (US76680R2067), einem in direkter Konkurrenz zur zuletzt verkauften schwedischen SINCH AB (SE0007439112) stehenden Entwickler diverser Cloud-Kommunikationsplattformen, in dessen Rahmen die Deutsche Telekom (in systematischer Ergänzung zu ihren 5G-Standalone-Netzwerken) künftig in einem Co-Branding mit RingCentral selbst nun auch erstmals aktiv cloudbasierte Standalone-Videokonferenz- und Messaging-Systeme an Unternehmen jeglicher Größe und Branchenzugehörigkeit anbieten will. Die Markteinführung dieses neuen Cloud-Kommunikationsservices über die Deutsche Telekom / RingCentral ist bereits für das 2. Halbjahr 2021 geplant.

Die Deutsche Telekom schließt sich allen innovativen, zukunftsweisenden Modernisierungstrends

des gesamten Telekommunikationswesens (seien es Themen wie 5G, Cloud und Künstliche Intelligenz) also nicht nur immer mehr an, sondern treibt diese nun sogar auch immer stärker selbst aktiv voran.

Auch das hier ebenso signalgebende Vorhaben der Deutschen Telekom, so schnell wie möglich ihren aktuellen 44 %-Anteil an der boomenden US-Tochter T-MOBILE USA (US8725901040) nun zumindest auf einen Mehrheitsanteil von 51 % ausbauen zu wollen (sei es indirekt über den von T-MOBILE anvisierten massiven Rückkauf eigener Aktien in Höhe von bis zu 60 Mrd. USD oder direkt über einen vorzeitigen rd. 8 %igen T-MOBILE-Aktienerwerb vom ehemaligen SPRINT-Großaktionär SOFTBANK) und damit auch noch die Kontrolle über diese weitere sprudelnde Ertragsquelle zu erhalten, zeigen untrüglich, mit welcher Vehemenz und Konsequenz die Deutsche Telekom derzeit an ihrer künftigen nachhaltigen Profitabilitätssteigerung über alle nur abdeckbaren Bereiche des modernen Telekommunikationswesens feilt.

Schon allein aufgrund all dieser zukunftsgerichteten, sehr aktiv und dabei aber auch glaubwürdig verfolgten Marktzutritts- und Profitabilitätssteigerungsambitionen gebührt der Aktie der Deutschen Telekom nach einhelliger und von uns auch vollauf geteilter Analystenmeinung mittlerweile ein bedeutender Aufschlag auf ihre derzeit nur bei einem KGV (2023e) von knapp 13 stehende Aktienbewertung, so dass wir uns der von den Analysten aktuell attestierten 20%igen Unterbewertung der Aktie ebenfalls vollständig anschließen.

Wir stufen die Aktie der Deutschen Telekom, die von den Analysten im Konsens derzeit mit einem Kursziel von 21,00 Euro versehen wird, daher aktuell in jedem Fall als langfristig kaufenswert ein, verweisen aber darauf, dass in dem seit Januar 2008 währenden, sehr flachen Langfrist-Aufwärtstrend nun erst einmal bei rd. 19,00 Euro ein sehr harter Widerstand liegt, der wohl kaum im ersten Anlauf überwunden werden wird.

 

Chart: DEUTSCHE TELEKOM

 

 

Zur Aktie von SIEMENS ENERGY, die in der letzten Woche um - 3 % nachgab und seit ihrem Hoch am 12.01. in einem anhaltenden Abwärtstrend nunmehr bereits einen Kursverlust von rd. - 27 % aufweist, gab es in der zurückliegenden Woche die einzig nennenswerte Nachricht, dass der Konzern zusammen mit Uniper und zwei anderen Partnerunternehmen der britischen Regierung ein Konzept zur langfristig vollständigen, wasserstoffbasierten Dekarbonisierung des nach Tonnage größten britischen Hafens Inningham vorgelegt habe.

Eine Entscheidung der britischen Regierung über eine Bewilligung dieses Vorhabens, dessen Umsetzung hypothetisch ab September 2021 starten könnte und womit ab 2025 anfänglich eine „grüne“ Wasserstoffenergieversorgung von rd. 20 MW erzielt werden könnte, steht jedoch noch aus.

Auch wenn im rd. 33 %igen Konzernumsatzbeitrag ihrer Windkraft-Tochter SIEMENS GAMESA RENEWABLES, dem weiteren 67%igen Umsatzbeitrag in der internationalen Errichtung von Strom- und Gasversorgungsnetzen sowie ihrem geplanten verstärkten Einstieg in das Gebiet der Wasserstofftechnologien das KGV (2023e) der Siemens Energy-Aktie mit einem Niveau von rd. 18 aktuell auf einem fundamental nachvollziehbaren Niveau liegt, raten wir von einem Kauf des Titels in seinem aktuell ungebremsten und erst bei ca. 24 Euro mit einer Unterstützung ausgestatteten Korrekturtrend (aktueller Kurs: 25,238 Euro) weiterhin ab.

Zu dem letztwöchigen moderaten Kursrückgang der TUI-Aktie von – 1 % gab es keine weiteren entscheidenden fundamental neuen Unternehmensmeldungen, weshalb wir unsere Einschätzung, dass die Aktie weiterhin gehalten werden sollte, erneut bekräftigen und hierzu auf unsere letzten diesbezüglichen Aussagen im Marktbericht zum Strategiedepot VERMÖGENSSTREUUNG vom 23.05. verweisen (siehe hier).

 

08.06.2021 - Matthias Reiner - mr@ntg24.de

 

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