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Aixtron bricht nach oben aus - Neues Kaufsignal?

Hoher Auftragseingang verspricht weiteres Kurspotenzial für Aixtron in 2021

 

Aixtron kann sich vor Aufträgen kaum retten. Das Unternehmen rüstet Halbleiterhersteller mit Depositionsanlagen aus und erlebte im 4. Quartal einen regelrechten Run. Die Neuaufträge erreichten den höchsten Stand seit 2011, was Aixtron half, mit vollen Büchern ins neue Jahr zu starten und in 2020 nicht nur beim Umsatz, sondern auch beim Ergebnis zu wachsen. 

Die Kundschaft orderte im Weihnachtsquartal für 92,2 Mio. Euro. Das entsprach einem Wachstum von 30 % im Jahresvergleich. Dieses Wachstumsniveau erreichte Aixtron auch im Gesamtjahr und konnte somit den Auftragseingang von 231,9 Mio. Euro in 2019 auf nun 301,4 Mio. Euro steigern. Zum Ende des Jahres lag der Auftragsbestand bei 150,9 Mio. Euro. 

Die Aufträge von heute sind die Umsätze von morgen. Und da sich das starke Wachstum beim Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte ergeben hat, kommt der Schwung entsprechend erst langsam in den Umsatz herein und wird sich im 1. Halbjahr dann verstärkt in den Berichten widerspiegeln. 

 

Aixtron SE

 

Das 4. Quartal beendete Aixtron mit einem Umsatzplus von 69 % auf 108,1 Mio. Euro. Damit glich man dann im Wesentlichen den Einbruch des 1. Halbjahres aus und konnte den Umsatz im Geschäftsjahr auf 269,2 Mio. Euro (+4 %) von zuvor 259,6 Mio. Euro anheben. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) erhöhte sich im 4. Quartal um 199 % von 8,2 auf 24,5 Mio. Euro und sank im Gesamtjahr um -11 % auf 34,8 Mio. Euro. Nach Steuern weist man für 2020 dann 34,5 Mio. Euro aus und bleibt damit 6 % über dem Niveau von 2019. 

 

Umsatz- und Gewinnprognose wurden angehoben

 

Aus dem prall gefüllten Auftragsbuch und der weiter anhaltenden hohen Nachfrage leitet Aixtron deutlich höhere Ziele für 2021 ab. Beim Auftragseingang prognostiziert man nun eine Spanne von mindestens 340 Mio. Euro und höchstens 380 Mio. Euro, was einem Wachstum von 13 bis bestenfalls 26 % entsprechen würde. Beim Umsatz erwartet man einen noch höheren Wachstumssprung von bis zu 33 % auf 320 bis 360 Mio. Euro.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeSehr erfreulich ist auch die Mitteilung, dass Aixtron wieder eine Dividende einführen will. Um die Aktionäre am starken Wachstum teilhaben zu lassen, will man 0,11 Euro / Aktie für 2020 zahlen. Angesichts einer aktuellen Dividendenrendite von 0,6 % ist das eher eine Geste als ein echtes Kaufargument für die Aktien. Aber immerhin schüttet man etwas aus. Das Unternehmen hatte zuletzt 2011 eine Dividende gezahlt. 

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27.02.2021 - Mikey Fritz - mf@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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