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Alphabet stellt die Integration der KI bei der Google-Suche vor und wagt mit dem Projekt die Quadratur des Kreises!

Für Google steht viel auf dem Spiel

NTG24 - Alphabet stellt die Integration der KI bei der Google-Suche vor und wagt mit dem Projekt die Quadratur des Kreises!

 

In den letzten Tagen wurde bereits über allerlei mögliche Neuigkeiten bei Google gemunkelt, nun sprach das Unternehmen bei der hauseigenen Entwicklerkonferenz ganz offiziell über anstehende Neuerungen rund um das wichtige Geschäft mit der eigenen Suchmaschine und die Zukunft von Künstlicher Intelligenz (KI). Letztere soll in Zukunft bei Websuchen eine deutlich größere Rolle spielen.

Alphabet (US02079K3059) verkündete am Dienstag nicht weniger als den Einstieg bei sogenannten KI-Agenten. In den vergangenen Wochen und Monaten konnte eine solche Funktion bereits von einigen ausgewählten Nutzern getestet werden. Nun sind die „KI-Übersichten“ für alle Nutzer in den Vereinigten Staaten verfügbar. Weitere Länder sollen folgen, einen konkreten Zeitplan dafür gibt es allerdings noch nicht. Mit der Funktion erhalten Nutzer bei einer Suchanfrage eine automatisch formulierte Antwort statt einer bloßen Auflistung von Webergebnissen.

Google sorgt mit diesem Ansatz für einiges an Unruhe im Netz. Es wird befürchtet, dass die Ergebnisse nicht mehr nach den bisherigen Regeln ausgesucht werden. So mancher SEO-Manager könnte da schon um seinen Job fürchten und etliche Webseiten stellen sich die Frage, wie die Anpassungen den eigenen Traffic beeinflussen könnten. Für Alphabet selbst ist das Ganze ebenfalls ein Risiko. Denn trotz der mittlerweile unzähligen Geschäftsbereiche erzielt der Konzern noch immer den Löwenteil seiner Umsätze mit der Suchmaschine Google und dem Schalten von Anzeigen in den Suchergebnissen.

 

Alphabet will alle zufriedenstellen

 

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Werbebanner Semitax 2Auf der Entwicklerkonferenz gibt sich Google jedoch zuversichtlich, dass das Geschäftsmodell auch in Zukunft funktionieren wird. So würden bisherige Analysen zeigen, dass Nutzer sogar häufiger auf Quellen in den KI-Antworten klicken als bei der bisherigen Präsentation von Suchergebnissen. Zudem soll das Ganze wohl nicht die klassische Websuche ergänzen. Zum Einsatz kommen soll die KI stattdessen eher bei komplexen Fragestellungen.

Dazu wurden auch gleich einige Beispiele geliefert. Beispielsweise liefert das auf dem Sprachmodell Gemini 1.5 basierende System eine Übersicht über Yogastudios in der Nähe, deren Entfernung zum eigenen Standort und die Einstiegspreise. Darüber hinaus soll der KI-Agent in der Lage sein, einen Essensplan für mehrere Tage zuzubereiten, wobei sich ein initialer Befehl auf Wunsch noch verfeinern lässt. Zumindest in der Vision von Google soll die Websuche auf das nächste Level gehoben werden, ohne den bisherigen Ansatz vollkommen aufzugeben.

Unterstützt wird das Ganze von neuester Technologie. Auf die Fortschritte in Sachen KI ist man bei Google sichtlich stolz. Berichtet wurde unter anderem darüber, dass das neueste KI-Modell nun bis zu zwei Millionen Token als Eingabe akzeptiert. GPT-4 Turbo von Open AI kann bisher nur mit 128.000 Token umgehen. Einfach ausgedrückt kann Googles KI also mit größeren Dateien umgehen. Genutzt werden soll dies in Zukunft beispielsweise für eine umgekehrte Videosuche. Ähnliche wie es bei Bildern schon seit Jahren funktioniert, sollen Nutzer dann Videoclips hochladen können und von der KI passende Vorschläge oder Antworten erhalten, je nach Kontext.

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Das sieht interessant aus

 

Google ließ auch demonstrieren, dass die eigene KI mittlerweile über ein immer besseres Verständnis verfügt. So konnte das System etwa eine Skizze mit zwei Katzen und einer Box mit einem Fragezeichen richtigerweise dem Gedankenexperiment von Schrödingers Katze zuordnen. Es ist tatsächlich beeindruckend, was Alphabet nach den ersten Kinderkrankheiten in Sachen KI mittlerweile auf die Beine stellen kann. Auch die Anleger wissen das zu schätzen und die Aktie legte hierzulande am Dienstag um 1,77 Prozent bis auf 156,56 Euro zu.

Fraglich bleibt allerdings, ob Google mit seinen neuen Ansätzen auch neue Umsatzquellen erschließen kann oder sich womöglich selbst in den Fuß schießt. Den klugen Köpfen im Unternehmen darf unterstellt werden, dass sie sich bei der Einführung von KI-Funktionen darüber viele Gedanken gemacht haben. Sicher ist deshalb aber noch nicht, dass Alphabet und Google wirklich auf dem Sprung in eine bunter und mit sprudelnden Gewinnen gesegnete KI-Zukunft sind.

15.05.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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