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Noch kein Land in Sicht für BioNTech, eine kleine Sensation für Valneva, Gewinnmitnahmen bei Steinhoff setzten sich fort und TeamViewer setzt ein Ausrufezeichen

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NTG24 - Noch kein Land in Sicht für BioNTech, eine kleine Sensation für Valneva, Gewinnmitnahmen bei Steinhoff setzten sich fort und TeamViewer setzt ein Ausrufezeichen

 

Noch immer fällt die Stimmung an den Märkten bei Impfstoff-Aktien mehr als überschaubar aus. Obwohl gerade bei BioNTech so ziemlich alles rund zu laufen scheint, halten die meisten das Potenzial längst für ausgereizt. In der Folge segeln die Kurse schon seit einiger Zeit mit einem bedenklichen Tempo in die Tiefe.

Am Mittwoch setzte sich der Abwärtstrend bei BioNTech (US09075V1026) mit Abschlägen in Höhe von 5,93 Prozent fort, was den Titel mittlerweile wieder bis auf 146,05 Euro zurückbeförderte. Die Bären machen ernst und bei der aktuellen Entwicklung könnte noch vor dem Wochenende die Linie bei 140 Euro fallen, welche derzeit die wohl wichtigste, vielleicht sogar die letzte Unterstützung vor dem nächsten Crash darstellt.

Unterhalb dieses Niveaus wären weitere Abwertungen bis in Richtung 120 Euro nur schwerlich zu vermeiden und selbst die magische Linie bei 100 Euro dürfte in derartigen Gefilden kaum noch als sicher gelten. Es wäre jetzt also höchste Zeit für die Bullen, um endlich für eine Stabilisierung zu sorgen. Allerdings finden sich mit Blick auf Omikron schlicht nicht genügen Gründe, um spontan in Kauflaune zu verfallen.

 

Die große Wende?

 

Auch Valneva (FR0004056851) geriet im gestrigen Handel wieder schwer unter Druck. Nach Börsenschluss trumpfte das Unternehmen aber noch einmal mit guten Neuigkeiten auf. In vorläufigen Laborstudien soll sich demnach gezeigt haben, dass der Tot-Impfstoff des französischen Herstellers bei 87 Prozent der Probanden Antikörper gegen Omikron hervorrief.

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Werbebanner ClaudemusMit gerade einmal 30 Probanden ist die Datenbasis für diese Resultate eher von einer überschaubaren Größe. Dennoch zeigten die Börsianer sich im nachbörslichen Handel freudig überrascht und gönnten Valneva mal eben ein Plus von fast 50 Prozent. Sollte die gute Stimmung heute anhalten, könnte sich daraus mit etwas Glück tatsächlich eine Trendwende entwickeln. Allerdings spricht das Sentiment in der Branche eher nicht dafür, dass eine solche von allzu langer Dauer sein wird.

 

Nicht jeder zockt gerne

 

Bei Steinhoff (NL0011375019) läuft derweil weiterhin eine große Wette auf die Zukunft des Unternehmens. Viel Neues gab es in dieser Woche nicht zu hören. Die Anteilseigner warten vor allem auf eine Gerichtsentscheidung zum Vergleich mit den Gläubigern und die nächsten Quartalszahlen. Beides wird noch vor Ende Januar erwartet.

Ohne handfeste Informationen wird vor allem munter spekuliert und nicht jeder schein die Nerven für das Zocken derzeit behalten zu können. Sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch gab es rote Vorzeichen zu sehen, offensichtlich wurden hier Gewinne mitgenommen. Mit 0,288 Euro bei Handelsschluss bewegten die Kurse sich nun wieder unter die 0,30-Euro-Linie. Aus kosmetischer Sicht ist das wenig erfreulich, irgendwelche neuen Signale ergeben sich daraus aber noch nicht. Es steht noch immer in den Sternen, was hier mittelfristig geschehen wird.

 

Bei TeamViewer kehrt das Leben zurück

 

Auch im Falle von TeamViewer (DE000A2YN900) stehen aktuell in erster Linie gute Hoffnungen im Mittelpunkt. Nachdem das Unternehmen seine Prognosen zuletzt wenigstens nicht noch einmal verringert hatte, scheinen einige Anleger wieder neuen Mut zu schöpfen. Das ließ die Kurse gestern um knapp 4,5 Prozent auf 13,66 Euro ansteigen, womit die Käufer erfolgreich die 50-Tage-Linie passieren konnten.

Das ist ein wichtiger erster Schritt, um den herben Abwärtstrend der letzten Monate endlich zum Stillstand bringen zu können. Zwar ist es noch zu früh, um schon die Sektkorken knallen zu lassen und sich auf eine waschechte Kursrallye einzustellen. Zumindest hat die Ausgangslage des Software-Unternehmens sich an den Börsen aber deutlich verbessert.

 

Zwo, Eins, Risiko

 

Der ganz große Aufhänger fehlte im gestrigen Handel etwas und so kam es zu einem bunten Sammelsurium an Kursbewegungen, die sich zum Teil nicht genau einordnen ließen. Speziell die hier genannten Artikel eint dabei vor allem das hohe Risiko, welches die Aktionäre derzeit eingehen. Denn bei den Faktoren, die hier derzeit die erste Geige spielen, handelt es sich nahezu ausschließlich um Vermutungen und Spekulationen, welche sich noch als fürchterlich falsch erweisen könnten.

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Werbebanner ISIN-WatchlistBei BioNTech dürften die Anleger ganz dankbar sein, sollte die miese Stimmung sich irgendwann demnächst noch als überzogen herausstellen. Das Gegenteil ist bei Steinhoff der Fall. Kann der Möbelkonzern mit seinem Zahlenwerk nicht punkten, so dürften die sehr ansehnlichen Aufschläge seit Dezember sich recht schnell wieder erledigt haben. Selbst ein positives Urteil der Gerichte würde dem Kurs in einem solchen Fall wohl allenfalls kurzzeitig auf die Sprünge helfen. Letztlich muss wohl jeder selbst entscheiden, ob es sich lohnt, sich der Zockerei hinzugeben.

 

20.01.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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