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BMW erholt sich deutlich im 3. Quartal

Stämme reagieren verhalten

 

BMW hat weltweit eine Sonderstellung, die bemerkenswert ist. Man es hat geschafft, in der sehr kleinen Nische der Premium- und Luxusautomobile ein vergleichsweise hohes Volumen zu erreichen, ohne dabei das Grundkonzept des Geschäfts zu verwässern. Gleichzeitig hat man ein hochflexibles Produktionssystem erschaffen, das schnelle Reaktionszeiten und hohe Margen erzielt. Kein Konkurrent ist vergleichbar mit BMW. 

Der Autokonzern lebte im 3. Quartal von der starken Erholung der Volkswirtschaften. Nach einem historischen Einbruch der Auslieferungen im 2. Quartal konnten die Münchner im 3. Quartal deutlich über das Niveau vom Vorjahr hinauswachsen. Im Saldo über alle Marken ergab sich ein Plus von 8,6 % auf 675.592 Fahrzeuge. Die Marke BMW war dabei führend, Rolls Royce blieb unter dem Vorjahresniveau. 

Der Umsatz sank minimal, was im wesentlichen Rolls Royce zuzuordnen ist. Der Konzernumsatz belief sich auf 26,28 Mrd. Euro (-1,4 %) und wurde ausschliesslich durch die PKW-Sparte leicht negativ beeinflusst. Die Sparten Motorräder und Finanzdienstleistungen performten beide besser. 

 

BMW AG Stämme

 

Beim Ergebnis lag BMW weit über dem Vorjahresniveau. Vor Steuern ergab sich ein Wachstum um 9,6 % auf 2,46 Mrd. Euro und nach Steuern wuchs der Überschuss um mehr als 17 % auf 1,82 Mrd. Euro. Das sind ausgezeichnete Margen, die die Konkurrenz gerne hätte.

Den Einbruch im 2. Quartal hat BMW damit noch nicht ausgebügelt, aber ausgedellt. Der Umsatz der ersten neun Monate liegt jetzt noch 7 % unter dem Vorjahresniveau. Das ist viel in der Autowelt, aber vor dem Hintergrund dieser historischen Ereignisse eine sehr solide und vertrauenserweckende Leistung. Denn es zeigt, dass BMW externe Schocks sehr gut absorbieren kann, was ein Zeichen der Stärke ist. Das gleiche gilt analog auch für den Konzernüberschuss, der immerhin bis September ein Niveau von 2,18 Mrd. Euro erreichte. Kein Vergleich mit 2019, als man zu dieser Zeit auf 3,61 Mrd. Euro kam, aber das kann man in diesem Umfeld auch nicht erwarten. 

 

Unveränderter Ausblick

 

Der Vorstand bestätigte heute in den wesentlichen Punkten den angepassten Ausblick vom März 2020. Leichte Verbesserungen haben sich in der Sparte Motorräder ergeben, die jedoch nicht substanziell sind. Es bleibt am Ende bei einem starken 4. Quartal, das aber nicht ausreichen wird, um einen Umsatz- und Gewinnrückgang auf Jahresbasis zu verhindern. Damit habe ich jedoch kein Problem. Entscheidend ist, dass die Richtung und das Momentum stimmen. Nicht zu vergessen: 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer wichtigste Vorteil von BMW ist, dass man frei investieren kann. Während ein Konkurrent wie Daimler in umfangreichen Restrukturierungsmassnahmen steckt, die Zeit, Kapital und Nerven kosten, hat BMW viel grössere Spielräume, um sich auf den neuen Produktmix einzustellen und die Umstellung auf einen höheren Anteil von Elektrofahrzeugen vorzunehmen. Langfristig bekommt das Unternehmen den Vorteil, sich immer weiter von den klassischen Konkurrenten abzusetzen. 

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05.11.2020 - Mikey Fritz - mf@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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