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BMW: Negatives Momentum nimmt zu

BMW rutschte im 2. Quartal weiter ab - von Erholung und Normalisierung keine Spur

NTG24 - BMW: Negatives Momentum nimmt zu

 

Die Lieferengpässe erwischen nun auch BMW. Bisher konnten die Bayern den Engpässen in den Lieferketten sehr gut entkommen. Regelmässig legte man Quartalszahlen und Auslieferungen vor, die sich besser als die der Konkurrenten hielten. Doch das 2. Quartal stellte nun den ersten nennenswerten Einbruch da. 

Das 2. Quartal fiel deutlich schwächer bei BMW (DE0005190003) aus als die ersten drei Monate. Auf Gruppenebene, inklusive der Marken Mini und Rolls-Royce, ergab sich ein Einbruch der Auslieferungen zwischen April und Juni von -20 % im Jahresvergleich. BMW lieferte insgesamt 563.536 Fahrzeuge aus. Die Marke Mini verzeichnete dabei den grössten prozentualen Einbruch innerhalb der Gruppe mit einem Rückgang um -21,6 % auf 65.224 Fahrzeuge. Die Marke BMW folgte dicht auf mit einem Minus von -19,6 % auf 496.745 Fahrzeuge. 

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Werbebanner WikifolioDie Fahrzeuge mit den höchsten Margen performten hingegen. BMW hatte auch schon in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass diese Gruppe vorrangig mit Teilen versorgt wird. Entsprechend konnte die BMW M Marke ihren Rückgang auf -7,3 % begrenzen und 42.143 Fahrzeuge ausliefern. Rolls-Royce war bisher immer der grösste Profiteuer. Doch in diesem Quartal musste selbst die Edelmarke einen kleinen Rückgang der Auslieferungen um -2,6 % auf 1.567 Fahrzeuge hinnehmen. 

 

Negatives Momentum nimmt zu

 

Völlig überraschend war jedoch das schwache Wachstum bei den Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge. BMW lieferte nur 40.602 sogenannte BEV aus. Das entsprach einem Plus von 85,2 % im Jahresvergleich, aber nur einem Zuwachs um 15 % im Vergleich zum 1. Quartal. 

 

BMW AG St.

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Börse hatte sich schon im Vorfeld auf schwache Zahlen eingerichtet. Die Hauptargumentation war, dass die Lockdowns in China das Geschäft im 2. Quartal bei BMW stark beeinträchtigt haben. Und völlig korrekt war der Einbruch in China mit -18,9 % auch der grösste in allen Absatzregionen. Allerdings verzeichneten auch alle anderen Regionen geschlossen einen Rückgang im zweistelligen Bereich. In Europa lieferte BMW -13,9 % weniger Fahrzeuge aus und in den USA -10,3 % weniger. China sticht somit heraus, aber der Trend ist überall stark negativ. 

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09.07.2022 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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