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Bayer kann die Aktionäre derzeit nicht begeistern

Die Aktie tritt auf der Stelle

NTG24 - Bayer kann die Aktionäre derzeit nicht begeistern

 

Die Übernahme des Saatgutherstellers Monsanto durch Bayer wird auch Jahre später noch sehr kritisch beäugt und nicht enden wollende Gerichtsverfahren lassen das Investment tatsächlich fraglich erscheinen. Vielen wäre es wohl lieb gewesen, wäre Bayer in diesen Markt nie eingestiegen. Kürzlich sprachen die Verantwortlichen aber von einem gigantischen Potenzial.

Erreichen will Bayer (DE000BAY0017) dieses unter anderem durch eine neue Art von Mais, von der am Mittwoch bei einer Investorenveranstaltung gesprochen wurde. Dank kürzerer Halme sollen die Pflanzen auch bei schwierigen Wetterbedingungen problemlos anzubauen sein, ohne dass es zu größeren Ernteausfällen kommt.

Allein in Nordamerika gedenkt Bayer damit, jährlich bis zu einer Milliarde Euro umzusetzen. Die gesamte Pipeline in der Agrarsparte soll es auf bis zu 30 Milliarden Euro bringen. Das klingt tatsächlich hervorragend, allerdings hält die Vorfreude bei den Aktionären sich bisher eher noch in Grenzen.

Die Aktie der Bayer AG kam in den letzten Tagen nicht so recht vom Fleck. Am Mittwoch und Donnerstag bewegte das Papier sich kaum, was angesichts der neu aufflammenden Sorgen rund um die Ukraine schon fast als Erfolg gewertet werden kann. Es bleibt jedoch dabei, dass seit dem Jahr 2017 mehr als 50 Prozent des Börsenwerts vernichtet wurden und ein Ende des langfristigen Abwärtstrends sich noch immer nicht mit letzter Konsequenz abzeichnet.

 

Zahlt die Geduld sich aus?

 

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Werbebanner TradingViewDie Optimisten glauben weiterhin daran, dass sich das eines Tages ändern wird und die unzähligen Probleme bei der Tochter Monsanto irgendwann keine Rolle mehr spielen. Wann das der Fall sein könnte, steht in den Sternen. Vielleicht in ein paar Monaten, vielleicht auch erst in einigen Jahren. Für den Moment ist die Aktie weiterhin mit Vorsicht zu behandeln, gerade im aktuellen Umfeld. Spekulative Titel, und dazu gehört Bayer nun mal in seiner derzeitigen Verfassung, könnten im Falle weiterer Eskalationen in Osteuropa besonders stark unter Druck geraten.

 

18.02.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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