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Berkshire Hathaway mit Outperformance gegenüber dem S&P 500 Index

Mea culpa von Warren Buffett - der Altmeister bedauert rückblickend die Verkäufe in der Krise

 

Berkshire Hathaway (US0846707026) legte ein sehr solides Quartal vor. Abgesehen von den Erträgen aus eigenen Investments verlief das operative Geschäft sehr stark. Man konnte sowohl die Versicherungssparte deutlich voranbringen, aber auch das Geschäft mit Eisenbahnen, Energie und Versorgern. 

Die Umsätze im Versicherungsgeschäft stiegen um knapp 4 %. Man nahm hier insgesamt 53,3 Mrd. US-Dollar nach 51,4 Mrd. US-Dollar im Vorjahr ein. Da gleichzeitig die Kosten des Versicherungsgeschäfts nur unterdurchschnittlich um 1,3 % stiegen, konnte sich der Bereich insgesamt gut entwickelt. Nach 4,9 verdiente man in diesem Jahr 6,2 Mrd. US-Dollar vor Steuern im Versicherungsgeschäft. 

Noch besser lief das Industriegeschäft. Hier wuchsen die Umsätze um mehr als 14 % auf 11,3 Mrd. US-Dollar. Allerdings stiegen auch die Kosten des Bereichs um knapp 14 % auf 8,97 Mrd. US-Dollar. Am Ende wuchs der Gewinn vor Steuern im Industriegeschäft um 17 % auf 2,3 Mrd. US-Dollar. 

 

Mea culpa von Warren Buffett

 

Der Milliardenverlust aus dem Investmentgeschäft war vor einem Jahr der grosse Aufreger. Vor allem, da Warren Buffett mitten im Tief die Reissleine bei den Airlines zog und damit die Buchverluste bei den teilweise umfassenden Beteiligungen realisierte. Ein Fehler, wie er rückblickend auch zugibt. Die Beteiligungen, an denen man festgehalten hatte, erlebten dann bereits im 2. Quartal und teilweise auch im 3. Quartal erhebliche Normalisierungseffekte. 

Im Vergleich zu dem Verlust von -70 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal fiel das Investmentergebnis in diesem Jahr bescheiden aus. Berkshire Hathaway konnte hier einen Gewinn von 5,7 Mrd. US-Dollar verzeichnen, nachdem sich das 1. Quartal ab der zweiten Hälfte sehr gut für das Unternehmen entwickelt hatte. 

 

Berkshire Hathaway Inc.

 

Das grösste Problem für Warren Buffett bleibt, dass es nicht genügend gute Investments gibt. Buffett betonte unter anderem, dass der SPAC-Boom dazu geführt hat, dass die Preise für Beteiligungen deutlich gestiegen sind. Die Gesellschaft beendete das Quartal mit 145 Mrd. US-Dollar an liquiden Mitteln. Innerhalb des Quartals investierte man 6,6 Mrd. US-Dollar, um eigene Aktien zurückzukaufen. 

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04.05.2021 - Mikey Fritz - mf@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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