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BioNTech wieder auf Kurs, Daimler Truck weiter gefragt, Steinhoff kann sich nicht behaupten und auch TeamViewer im roten Bereich

Die neue Woche startet ereignisreich

NTG24 - BioNTech wieder auf Kurs, Daimler Truck weiter gefragt, Steinhoff kann sich nicht behaupten und auch TeamViewer im roten Bereich

 

Es war wohl abzusehen, dass BioNTech auch in dieser Woche wieder gefragt sein würde. Zu sehr werden die Märkte noch immer von der Corona-Pandemie beherrscht, auch wenn sich derzeit rund um die Situation zwischen Russland und der Ukraine ein neuer Krisenherd zu entwickeln scheint.

Viel Aufmerksamkeit erhielt BioNTech (US09075V1026) durch erste Auslieferungen seines Corona-Impfstoffs für Kinder. Der soll nun in den kommenden Tagen und Wochen massenhaft seinen Weg zu Arztpraxen und Impfzentren finden und die Nachfrage fällt direkt hoch aus. Dass die Stiko Impfungen zunächst nur für Kinder mit Vorerkrankungen empfiehlt, scheint dabei kaum jemanden zu stören.

Begleitet wird das Ganze von Meldungen um eine noch immer gute Wirkung von drei BioNTech-Impfdosen gegen die Omikron-Variante. Die sind an und für sich nichts Neues, ihr ständiges Wiederholen in den Medien sichert der Aktie des Unternehmens aber weiterhin hohe Aufmerksamkeit und trägt damit mit dazu bei, dass es im gestrigen Handel um 4,4 Prozent in die Höhe gehen konnte.

 

Wohin geht die Reise?

 

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Werbebanner ClaudemusSehr positiv kam auch Daimler Truck (DE000DTR0CK8) weg. Das erst vor wenigen Wochen abgespaltene Unternehmen feierte am Freitag unter großem Interesse der Börsianer sein Börsendebut, und das mit großem Erfolg. Mittlerweile ist die Aktie des Truck-Herstellers zwar nicht mehr im DAX vertreten, dennoch gab es am Montag weitere grüne Vorzeichen zu sehen. Es ging um fast sechs Prozent auf 34,42 Euro in Richtung Norden.

Angetrieben wurde die positive Entwicklung nicht nur durch die noch immer vorhandene Aufbruchstimmung an sich, sondern auch von so manchen positiven Analystenkommentaren. Auch die Experten feiern die Eigenständigkeit des Konzerns und blicken geradezu euphorisch in die Zukunft. Manch einer rechnet fest damit, dass hier der gemessen am Börsenwert größte Truck-Konzern weltweit entstehen könnte.

 

Steinhoff enttäuscht (mal wieder)

 

Während bei Daimler Truck gerade die Sektkorken knallen, macht sich bei Steinhoff (NL0011375019) mal wieder Katerstimmung breit. Zugewinne aus der vergangenen Woche wurden im gestrigen Handel schon wieder nahezu vollständig aufgefressen. Um fast zwölf Prozent stürzten die Kurse in die Tiefe, der Traum vom Durchbruch über die Marke von 0,15 Euro kann jetzt erst einmal wieder an den Nagel gehängt werden.

Bei Handelsschluss standen nur noch 0,134 Euro auf dem Ticker und die weiteren Aussichten sind so unsicher wie eh und je. Alles blickt auf einen laufenden Rechtsstreit in Südafrika, der über nicht weniger als das bloße Überleben des Konzerns entscheiden könnte. Bewegung in dieser Sache ist vor dem Jahreswechsel nicht mehr zu erwarten. Bis dahin ist daher auch kaum mit einer anhaltenden Erholung zu rechnen.

 

TeamViewer sieht kein Land

 

Auch TeamViewer (DE000A2YN900) wurde wieder von roten Vorzeichen dominiert. Immerhin fielen die Kursverluste hier mit gut 1,5 Prozent nicht ganz so dramatisch aus. Dennoch bewegt die Aktie des Software-Herstellers sich weiterhin gefährlich nahe am Allzeit-Tief von 10,98 Euro. Den Handel verließ das Papier am Montag mit lediglich 11,56 Euro.

Das Management gibt sich größte Mühe dabei, den eigenen Anlegern wieder neue Aussichten für Wachstum in der Zukunft zu bieten. Bisher allerdings ohne Erfolg. 2020 konnte das Unternehmen noch schwer von der Corona-Politik profitieren. Die dadurch erzielten Umsätze wurden allerdings für Investitionen verwendet, die von vielen mit großer Skepsis beobachtet wurden. Das Vertrauen wurde auf Seiten der Anleger so gut wie vollständig zerstört, als die jüngsten Prognosen veröffentlicht wurden, die auf ganzer Linie eine Enttäuschung darstellten. Es dürfte noch eine ganze Zeit dauern, bis die Laune sich hier wieder steigert – so das denn überhaupt noch einmal geschehen wird.

 

Guter Rat ist teuer

 

Es ist wohl nicht damit zu rechnen, dass an den Märkten allzu bald wieder Ruhe einkehren wird. Denn während die Corona-Lage sich zumindest wieder etwas zu beruhigen scheint, sind schon die nächsten Krisen am Horizont zu sehen. Besonders die prekäre Lage rund um die Ukraine macht sowohl Politikern als auch Börsianern zu schaffen, da kaum abzusehen ist, was hier als nächstes passieren wird.

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Werbebanner ISIN-WatchlistWie gehabt müssen Anleger in solchen Zeiten vor allem erkennen, wer von solchen Entwicklungen profitieren könnte und wer absehbar eher unter die Räder geraten wird. Da man derzeit heute kaum weiß, was der morgige Tag bringen wird, ist das leichter gesagt als getan. Da ist es auch wenig überraschend, dass viele Marktakteure sich momentan eher auf verlässliche Titel konzentrieren, während spekulative Aktien mehr und mehr ins Hintertreffen geraten.

 

14.12.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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