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BioNTech werkelt weiter fleißig an Krebstherapien, wofür es die Mainzer nun nach Großbritannien zieht

Es geht voran in der Pipeline

NTG24 - BioNTech werkelt weiter fleißig an Krebstherapien, wofür es die Mainzer nun nach Großbritannien zieht

 

Für steigende Kurse kann sich BioNTech in Zukunft nicht mehr auf seine Corona-Impfstoffe verlassen. Die werden zwar weiterhin etwas Geld in die Kassen spülen, aber wohl nicht mehr ansatzweise im gleichen Maßstab wie in den vergangenen zwei Jahren. Für neue Umsatzrekorde braucht es also frische Durchbrüche, und an eben solchen wird bei dem Unternehmen derzeit mit Hochdruck gearbeitet.

Klar im Fokus stehen dabei immer mehr Krebstherapien, welche sowohl medizinisch als auch an der Börse in den nächsten Jahren noch für enormes Aufsehen sorgen könnten. Noch ist das freilich Zukunftsmusik, eine Zulassung liegt in weiter Ferne. Doch BioNTech (US09075V1026) befindet sich allem Anschein nach auf einem guten Weg und will die eigenen Bemühungen offensichtlich noch weiter verstärken. Dazu soll nun auch ein neues Forschungszentrum in Großbritannien entstehen.

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Werbebanner ClaudemusDas teilte das britische Gesundheitsministerium Ende vergangener Woche mit. Geplant ist, vor Ort bis zum Jahr 2030 Studien mit bis zu 10.000 Patienten durchzuführen, denen spezielle mRNA-Krebsimmuntherapien verabreicht werden sollen. Losgehen soll es den derzeitigen Plänen zufolge noch im zweiten Halbjahr des folgenden Jahres. Dann soll bereits die erste Spritze bei einem Patienten oder einer Patientin gesetzt werden.

Bei den Versuchsreihen handelt es sich, anders als bei den Corona-Vakzinen, um personalisierte mRNA-Behandlungen. Die Medikamente sind also speziell auf den jeweiligen Empfänger zugeschnitten, wovon sich Forscher gewaltiges Potenzial erhoffen. Ob es BioNTech damit tatsächlich gelingen wird, Krebs zu heilen oder zumindest die Behandlung deutlich zu verbessern, das bleibt noch abzuwarten. Allerdings dürfte den Anlegern bewusst sein, welche enormen Chancen sich hinter dem Ansatz verbergen.

 

Das gefällt den Anlegern

 

Entsprechend reagierte die BioNTech-Aktie freundlich auf die Meldung und legte am Freitag um 3,4 Prozent auf 142,10 Euro zu. Immerhin ein kleines Ausrufezeichen hinterlassen die Bullen damit in der Charttechnik. Außerdem wird immer klarer ersichtlich, dass bei BioNTech auch an der Börse Corona längst nicht mehr die erste Geige spielt. Ein wenig enttäuscht ist mancher Anleger noch darüber, dass dem Corona-Impfstoff der Mainzer kein großer Durchbruch auf dem gigantischen chinesischen Markt vergönnt war. Die meisten haben dieses Thema mittlerweile aber wohl abgehakt.

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Es bleibt der Blick in die Zukunft, und der fällt gar nicht so schlecht aus. Finanziell sitzt BioNTech auf einem mehr als bequemen Polster, die laufenden Forschungen sind über Jahre hinweg finanziert. Das allein garantiert zwar noch keine Erfolge und es ist völlig offen, ob es solche in einigen Monaten oder erst in Jahren oder gar Jahrzehnten zu sehen geben wird. Nach jetzigem Stand ist es aber zumindest einigermaßen wahrscheinlich, dass der Konzern noch für die eine oder andere Schlagzeile sorgen wird.

 

Kehrt bei BioNTech Ruhe ein?

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeBis dahin dürfte es an den Märkten etwas ruhiger zugehen für BioNTech. In den letzten Monaten hat die Volatilität im Vergleich zu früheren Zeiten bereits deutlich nachgelassen. Das Unternehmen bleibt zwar sehr gefragt und so ziemlich jede Nachricht schlägt sich noch auf den Aktienkurs nieder. Letzterer schwankte im vergangenen Halbjahr aber nur noch zwischen rund 130 und 170 Euro hin und her. Für die meisten Titel wäre das eine große Schwankungsbreite; für BioNTech ist es aber im Vergleich zu früheren Zeiten eine deutlich ruhigere Gangart.

Müsste ich eine Prognose abgeben, würde ich für die absehbare Zukunft eine weitere Beruhigung des Kurses und ohne neuerliche Durchbrüche einen Seitwärtstrend vorhersagen. Wer sich ob ausbleibender Aussichten auf neue Erfolge in Sachen Corona-Impfstoffe verabschieden wollte, dürfte das längst getan haben. Wer am Ball geblieben ist, wird sich jetzt auch von dem einen oder anderen kleinen Rückschlag kaum aus der Ruhe bringen lassen.

 

09.01.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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