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BÖRSE TO GO - BioNTech, Deutsche Bank, und Daimler

BioNTech will neuen Impfstoff für Covid-19 Variante B.1.1.7 entwickeln

 

Asien ignoriert die Drohungen Trumps und kauft wieder zu. Fast alle asiatischen Börsen verzeichnen am letzten Handelstag der Woche starke Gewinne. Der amerikanische Präsident hat heute Nacht die Unterzeichnung des vom Kongress nach acht Monaten beschlossenen Konjunkturprogramms abgelehnt. Er bemängelte, dass in dem 900 Mrd. US-Dollar schweren Programm nur eine Einmalzahlung von 600 US-Dollar an normale Bürger vorgesehen ist und verlangte, dass die Abschreibungsmöglichkeiten für Geschäftsessen ausgeweitet werden. Der DAX-Future führte heute früh die Liste der wichtigsten Indizes am Terminmarkt an und legte zum Beginn der Vorbörse in Europa 0,20 % auf 13.418 Punkte zu.

Die Angst vor der Schließung der Grenzen zu Großbritannien hat sich als übertrieben erwiesen. Frankfurt sammelte entsprechend am Dienstag wieder auf, was man am Montag voreilig über Bord geworfen hatte. Alle deutschen Benchmarks kletterten stark und relativ gleichmäßig an. Der DAX konnte sich um 1,30 % auf 13.418,11 Punkte verbessern. Die Aktien von HeidelbergCement (+3,76 %) und Infineon (+4,00 %) waren die größten Gewinner des Tages.

 

DAX

 

Der SDAX performte am besten. Der Index der kleinen Unternehmen kletterte um 1,48 % auf 14.469,70 Punkte. Die Aktien von Verbio (+7,33 %) und LPKF (+10,20 %) verzeichneten die größten Tagesgewinne. Beim TecDAX ging es um 1,38 % auf 3.179,70 Punkte nach oben und der MDAX verbesserte sich noch um 1,23 % auf 30.233,41 Punkte. 

An der Wall Street konzentrierten sich die Anleger weiter auf ihre Favoriten. Das sind zum einen die Technologietitel, die zu einem Plus von 0,51 % auf 12.807,92 Punkte beim Nasdaq Composite Index führten, und zum anderen die kleinen Unternehmen, die zu einem starken Gewinn von 0,99 % auf 1.989,88 Punkte beim Russell 2000 Index führten. Der S&P 500 Index sank dagegen um -0,21 % auf 3.687,26 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index sank sogar um -0,67 % auf 3.015,51 Punkte. 

 

BioNTech will neuen Impfstoff entwickeln

 

Die Gefahr der neuen Covid-19 Variante B.1.1.7 scheint größer zu sein, als alle zugeben wollen. Die Impfstoff-Hersteller hatten schnell öffentlich erklärt, dass die gerade genehmigten Impfstoffe „voraussichtlich“ auch gegen die neue Variante wirken werden. Doch so sicher scheint man sich nicht zu sein. Man wolle erst einmal die neue Variante genau analysieren. Ugur Sahin, der Vorstandsvorsitzende von BioNTech, die zusammen mit Pfizer einen hochwirksamen Impfstoff gegen die bisherigen Varianten des Covid-19-Virus entwickelt haben, betonte, dass man innerhalb von sechs Wochen einen neuen Impfstoff entwickeln könnte, der auf die neue Variante zugeschnitten wäre. Doch hinten dran hängen auch noch Tests mit Probanden und die Genehmigungen der Behörden, während sich die neue Covid-19 B.1.1.7 Variante rasend schnell in Europa verbreitet. 

 

Daimler will LKW-Sparte herauslösen

 

In Stuttgart plant man den Börsengang der LKW-Sparte. Der Vorstand von Daimler will die Sparte aus dem Gesamtkonzern herauslösen und separat an der Börse notieren, da man eine langfristige Belastung der Bewertung am Aktienmarkt durch die LKWs fürchtet. Zwar bereitet sich auch die Nutzfahrzeugsparte auf eine Elektrifizierung und Digitalisierung der Fahrzeuge vor, doch die Laufzeiten für diese Projekte sind wesentlich länger als im PKW-Bereich, da die Kundschaft kostenbewusst ist und Ausdauer sowie Verlässlichkeit bevorzugt. In allen Punkten schneiden LKWs mit Elektroantrieb noch sehr schlecht ab. LKW-Chef Martin Daum arbeitet daher mit Hochdruck daran, die Nutzfahrzeug-Sparte „aufzuhübschen“, damit die initiale Bewertung in Frankfurt nicht zu schmal ausfällt.

 

Deutsche Bank erhöht Bonuszahlungen

 

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Das Investmentbanking hat Christian Sewing das Jahr gerettet. Es war der einzige Bereich in 2020, der im Vergleich zum Vorjahr wachsen konnte und die Deutsche Bank erwägt eine Erhöhung der Bonuszahlungen um insgesamt 10 %. Die Auszahlungen werden sich jedoch nicht gleichmäßig verteilen, sondern gehen im Wesentlichen an die Banker, die für eine Outperformance im laufenden Jahr gesorgt haben. Im Mittelpunkt steht hier der Bereich Fixed Income und im Besonderen die Namen Ram Nayak und Mark Fedorcik, nachdem das Investmentbanking die Umsätze um 35 % steigern konnten. Die anderen beiden Säulen in der Deutschen Bank schrumpften dagegen um -1 % im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres. 

Mit dem Ende der Trump-Administration geht auch die Zeit für die persönlichen Trump-Banker zu Ende. Die Deutsche Bank ist bekannt dafür, als einzige nennenswerte Bank in Amerika noch Kredite an Trump vergeben zu haben, bevor er US-Präsident wurde. Maßgeblich verantwortlich dafür waren Rosemary Vrablic und Dominic Scalzi. Die Deutsche Bank hatte im August dieses Jahres angekündigt, dass man private Geschäfte der beiden Banker im Immobilienbereich untersucht, da sie im Zusammenhang mit einem Unternehmen stehen, an dem Trumps Schwiegersohn Jared Kushner beteiligt ist. Beide Banker werden die Deutsche Bank jetzt verlassen. 

 

Tagestermine

 

Uns steht ein ruhiger Vormittag am letzten Handelstag der Woche bevor. Lediglich die Veröffentlichung des deutschen Importpreisindex für den Monat November um 08:00 Uhr hat eine gewisse Bedeutung für die Einschätzung der Inflationsentwicklung. Nach einem Rückgang der Inflation um -3,9 % im Oktober wird nun mit einem Rückgang des Index um -4,0 % gerechnet. 

Vor Eröffnung der Präsenzbörse in New York stehen die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten im Mittelpunkt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfen werden um 14:30 Uhr veröffentlicht. Erwartet werden 885.000 Anträge, was ein unveränderter Stand zur Vorwoche wäre. 

 

23.12.2020 - Mikey Fritz - mf@ntg24.de

 









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