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CXMT IPO: +500 %, AstraZeneca überrascht beim Ergebnis und Shein mit Verlust vor IPO - BÖRSE TO GO

Kursexplosion in Schanghai - CXMT klettert zum IPO mehr als 500 %

NTG24 - CXMT IPO: +500 %, AstraZeneca überrascht beim Ergebnis und Shein mit Verlust vor IPO - BÖRSE TO GO

 

Kursexplosion in Schanghai. Der chinesische Speicherchiphersteller CXMT steigt am ersten Handelstag mehr als 500 % im Kurs. AstraZeneca überrascht beim Ergebnis im 2. Quartal. Die Krebsmedikamente des Pharmakonzerns entwickeln sich stärker als erwartet. Shein legt einen Verlust vor dem Börsengang offen. Das IPO in Hongkong rückt näher, aber die operativen Kennzahlen sind alles andere als attraktiv. 

Der asiatische Aktienhandel entwickelt sich zum Wochenauftakt sehr freundlich. Alle Benchmarks in der Region können steigen. Der Nikkei 225 Index schloss 0,66 % höher bei 65.038,00 Punkten und der KOSPI kletterte um 0,97 % auf 6.755,74 Punkte. Der Hang Seng Index wird vor Handelsschluss mehr als 1,05 % höher gehandelt. Der Terminmarkt ist am Montagmorgen vor Börseneröffnung in Feierstimmung. Die Feuerpause im Iran-Krieg schlägt sich sofort positiv auf die Kurse nieder. Der DAX-Future (September) wird 1,18 % höher bei 25.478,00 Punkten gehandelt. 

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Trotz der steigenden Flut von Unternehmensberichten hatte die Börse Frankfurt zum Freitagabend im Saldo eine ruhige Woche hinter sich gebracht. Die meisten deutschen Benchmarks pendelten in der letzten Woche um die Schlusskurse vom 17. Juli herum. Einzig und allein der DAX konnte sich positiv absetzen und erreichte einen kleinen Wochengewinn von 1,08 % auf 25.099 Punkte. 

Die Wall Street neigte hingegen zu Verlusten in der vergangenen Woche. Am stärksten wurde das beim Nasdaq 100 Index deutlich, der einen Wochenverlust von -1,62 % auf 28.128,34 Punkte einfuhr. Der S&P 500 Index sank um -0,61 % auf 7.411,98 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index gab leicht um -0,38 % auf 51.947,25 Punkte nach.

 

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CXMT steigt über 500 % beim IPO

 

Das IPO von CXMT war mit großer Spannung erwartet worden. Der chinesische Speicherchiphersteller steht aufgrund der Sanktionen der USA gegen China im Mittelpunkt des Interesses der Anleger. Um im AI-Wettbewerb die amerikanischen Konkurrenten zu überholen, braucht es hochleistungsfähige Speicherchips, und CXMT ist der wichtigste Player in dieser Branche, um dieses Ziel zu erreichen. Dank der Speicherchip-Rallye im Westen konnte das Unternehmen 66,6 Mrd. Yuan (8,62 Mrd. Euro) an frischem Kapital bei seinem heutigen Börsengang in Schanghai aufnehmen. Insgesamt verkauft man 6,688 Mrd. Aktien zu einem (Glücks-)Preis von je 8,66 Yuan. Der erste Eröffnungskurs lag bei 49,50 Yuan, weil die Nachfrage sich im Vorfeld derart zugespitzt hatte. In der Spitze erreichte der Kurs am ersten Handelstag einen Gewinn von mehr als 535 %. Die Marktkapitalisierung stieg somit auf einen Wert von rund 3,3 Billionen Yuan (427 Mrd. Euro). Noch steht der Handel ausschließlich chinesischen Investoren zu, doch aufgrund ihrer Größe wird die Aktie voraussichtlich Mitte September in den Stock Connect zur Börse Hongkong aufgenommen. Dadurch könnten auch institutionelle Investoren aus dem Ausland CXMT direkt handeln. Welchen Weg es für Privatanleger gibt, lesen Sie hier.

 

AstraZeneca überrascht beim Ergebnis

 

Der Halbjahresabschluss von AstraZeneca (GB0009895292) übertraf am Montagmorgen die Erwartungen der Analysten. Insbesondere die Krebsmedikamente des britischen Pharmakonzerns entwickeln sich stark und führten im 1. Halbjahr zu einem Gewinn je Aktie von 3,60 US-Dollar (+3 %) und auf „bereinigter“ Basis zu 5,21 US-Dollar (+12 %). Besonders stark trug dazu das 2. Quartal bei, wo AstraZeneca einen „bereinigten“ Gewinn je Aktie von 2,63 US-Dollar ausweist, der um 21 % gestiegen ist. Der Konsens lag „nur“ bei 2,43 US-Dollar. Die Wachstumsrate sank allerdings im Juni-Quartal auf nur noch 6 %, was zu einem Umsatz von 15,38 Mrd. US-Dollar führte. Die Entwicklung im 2. Quartal hat jedoch nicht zu einer Prognoseanhebung geführt. Das Management bestätigte am Morgen lediglich die bisherige Jahresprognose. 

 

 

Shein: Verlust vor dem IPO

 

Der Börsengang von Shein war bisher eine Schlingertour. Der chinesische Mode-Gigant hatte in der Vergangenheit bereits probiert, in New York und London an die Börse zu gehen, scheiterte aber jedes Mal und wurde am Ende von Peking zurückgepfiffen. Das Unternehmen soll in Hongkong an die Börse gehen, um den chinesischen Kapitalmarkt zu stärken und sich gegen Sanktionen aus dem Ausland, insbesondere aus den USA, immun zu machen. Am Sonntag hat das Unternehmen nun den nächsten wichtigen Schritt unternommen und hat einen vertraulichen IPO-Antrag in Hongkong gestellt. Aus diesem Antrag lässt sich ableiten, dass das Unternehmen im 1. Quartal einen Verlust von -99 Mio. US-Dollar erlitten hat. Die Netto-Marge schrumpfte im vergangenen Jahr zudem bereits deutlich von 8,7 % im Jahr 2024 auf dann nur noch 4,9 % im Jahr 2025. Absolut betrachtet wies Shein für 2024 einen Gewinn von 3,4 Mrd. US-Dollar und für 2025 von 2,0 Mrd. US-Dollar aus. Der Gewinneinbruch ist eine direkte Folge der Handelshindernisse, die die Europäische Union und die USA aufgestellt haben. Shein hatte, wie viele andere chinesische Unternehmen auch, eine Lücke für Kleinimporte in die USA und EU ausgenutzt, um möglichst vorteilhafte Zollkonditionen zu bekommen, was den Verkaufspreis erheblich senkte und wettbewerbsfähig machte. Diese Lücken wurden geschlossen, wodurch auch der Wettbewerbsvorteil schrumpfte. Das Geschäft in den USA brach daraufhin um ein Drittel ein. Damit bleibt die Frage offen, wie Shein sich in Zukunft für neues Wachstum positionieren will. 

 

Tagestermine

 

Um 10:00 Uhr erwarten wir den deutschen ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat Mai. Die Prognose ist, dass der Sentimentindex leicht von 85,6 auf 86,1 Punkte gestiegen ist. 

 

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27.07.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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