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Daimler Truck berichtet über sinkende Absatzzahlen und macht dafür unter anderem eine depressive Stimmung in Deutschland verantwortlich

Aktionäre reagieren verschnupft auf schmale Prognosen

NTG24 - Daimler Truck berichtet über sinkende Absatzzahlen und macht dafür unter anderem eine depressive Stimmung in Deutschland verantwortlich

 

In der laufenden Berichtssaison gab sich vor dem Wochenende Daimler Truck die Ehre, hatte dabei aber leider wenige gute Neuigkeiten für die Anteilseigner im Gepäck. Die Zahlen fielen unter dem Strich zwar alles andere als schlecht aus. Allerdings hat das Unternehmen mit dezenten Absatzproblemen zu kämpfen, was sich bei der Prognose bemerkbar macht.

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Bemerkbar machte sich bei Daimler Truck (DE000DTR0CK8) im ersten Quartal ein recht deutlicher Rückgang beim Auftragseingang. 14 Prozent weniger neue Bestellungen als noch im Vorjahreszeitraum konnten verbucht werden. Das Unternehmen spricht hier ein Stück weit von einer zu erwartenden Normalisierung nach dem Boom, der auf das Ende der Pandemie folgte. Darüber hinaus wird aber auch eine „depressive Stimmung in Deutschland“ als belastender Faktor herausgestellt.

Tatsächlich fiel der Rückgang beim Auftragseingang in Europa mit 17 Prozent sehr deutlich aus und im gleichen Zeitraum konnte das Unternehmen in Nordamerika ein Plus von 31 Prozent verbuchen. Die Probleme liegen letztlich aber nicht nur in Europa. Denn in Asien stürzten die Neubestellungen noch wesentlicher drastischer ab. Dort konnte Daimler Truck nur noch etwa halb so viele neue Aufträge wie ein Jahr zuvor melden.

 

Daimler Truck wird vorsichtiger

 

Die Zahlen für das vergangene Quartal fielen derweil alles andere als katastrophal aus. Das Ebit konnte um vier Prozent auf 1,21 Milliarden Euro klettern und die operative Marge verbesserte sich von zuvor 8,8 auf nun 9,3 Prozent. Unter dem Strich blieben 847 Millionen Euro übrig und damit rund sieben Prozent mehr als noch im ersten Quartal 2023. Der Start ins laufende Jahr darf also als geglückt angesehen werden.

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Zu schaffen macht den Anlegern letztlich aber eine eher maue Prognose. Eine Gewinnwarnung hat Daimler Truck zwar nicht ausgesprochen. Vor allem in Europa wird man aber wahrscheinlich eher das untere Ende der Renditespanne erreichen, welche auf 8,5 bis 10,5 Prozent beziffert wird. Ohne eine deutliche Verbesserung auf Seiten der Konjunktur scheint Daimler Truck sehr zurückhaltend in die Zukunft zu blicken.

Letzteres ist aktuell jedoch nicht wirklich abzusehen. Ob es tatsächlich nur eine schlechte Stimmung ist, welche für die derzeitige Flaute in Europa sorgen mag oder nicht vielleicht doch noch andere Faktoren eine Rolle spielen, darüber lässt sich streiten. Kaum von der Hand zu weisen ist aber, dass immer mehr Sparkurse in Unternehmen und damit letztlich auch zurückhaltende Investitionen für Herausforderungen sorgen. Das bekommt nicht nur Daimler Truck zu spüren.

 

Daimler Truck: Abwärts

 

Wenig zufrieden zeigten sich mit dem Ausblick die Anleger, welche die Daimler Truck-Aktie am Freitag mit deutlichen Verlusten abstraften. Das Papier bewegte sich um 3,8 Prozent bis auf 40,95 Euro in die Tiefe und die Euphorie aus dem März scheint schon wieder wie weggeblasen zu sein. Allerdings lässt sich auf dem aktuellen Kursniveau noch immer ein Plus von knapp 20 Prozent seit Jahresbeginn verzeichnen. Von einem Crash kann also beileibe noch nicht die Rede sein.

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Werbebanner DegussaDaimler Truck ist an und für sich gut aufgestellt und dürfte im Falle einer konjunkturellen Erholung als einer der großen Sieger dastehen. Ein solches Szenario scheint zuletzt weiter in die Ferne gerückt zu sein. Es ist deshalb aber längst nicht unerreichbar. Die maue Entwicklung auf dem hiesigen Kontinent und eine bis zuletzt deutlich schwächere Inflation als etwa in den USA machen den weg für Zinssenkungen grundsätzlich frei. Die große Frage bleibt, ob die EZB zu einem solchen Schritt den Mut hat, auch wenn die Fed nicht den ersten Schritt macht. Dies und weitere Entwicklungen lassen sich letztlich nur abwarten. Daimler Truck dürfte aber letztlich damit Recht behalten, dass wir aktuell lediglich eine gewisse Normalisierung, aber noch längst keinen Absturz im Segment zu sehen bekommen.

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06.05.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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