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Delivery Hero stürzt ungebremst in den Kurskeller

Keine Ausreden mehr

NTG24 - Delivery Hero stürzt ungebremst in den Kurskeller

 

Bereits zum dritten Mal in Folge bildete Delivery Hero im gestrigen Handel das Schlusslicht im DAX. Mit Kursabschlägen in Höhe von 2,9 Prozent raste das Papier ungebremst in Richtung Süden und erreichte zwischenzeitlich wieder einmal ein neues 52-Wochen-Hoch. Ob und wann es zu einer Gegenbewegung kommen könnte, scheint offen.

Am Montag ließ sich die Schwäche von Delivery Hero (DE000A2E4K43) noch bequem auf eine allgemein miese Stimmung an den Märkten schieben. Diese Ausrede war tags darauf aber nicht mehr viel wert, denn der Dienstag brachte an sich allerlei Erholungen mit sich. Dass es hier weiter rasant in die Tiefe ging, spricht bereits Bände.

Da hilft es auch nicht viel, dass aus rein charttechnischen Überlegungen heraus eine Gegenbewegung längst überfällig erscheint. Solange die Börsianer sich für das Unternehmen nicht erwärmen können, nützt die Charttechnik herzlich wenig. Leider gibt es mehr als genug Gründe, um Delivery Hero gegenüber skeptisch zu bleiben.

Am schwersten lastet auf dem Titel nicht einmal die Schwäche im Tech-Sektor, sondern die einfache Tatsache, dass bis heute keine Gewinne erwirtschaftet werden konnten. Lange Zeit sahen die Aktionäre darüber großzügig hinweg. Der Startup-Bonus ist aber mittlerweile endgültig verflogen und bisher gibt es nur die vage Aussicht darauf, dass es im zweiten Halbjahr 2022 eventuell schwarze Zahlen zu sehen geben könnte. Das scheint ein bisschen zuviel Konjunktiv für den Geschmack der Anleger zu sein.

 

Die Suche nach dem Boden

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistZumindest kurzfristig spricht eher wenig für eine spontane und vor allem nachhaltige Erholung bei der Delivery Hero-Aktie. Es könnte jetzt problemlos noch um weitere zehn Prozent abwärts gehen, bevor es zu einer Stabilisierung kommt. Nicht einmal Schnäppchenjäger scheinen noch Interesse an der Aktie zu finden und so ist nur weiterhin dazu zu raten, die laufende Konsolidierung entspannt von der Seitenlinie aus abzuwarten. Alles andere könnte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit als Griff ins fallende Messer entpuppen.

 

26.01.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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