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Bei Delivery Hero drehen sich mal wieder die Vorzeichen

Kein Grund zur Euphorie

NTG24 - Bei Delivery Hero drehen sich mal wieder die Vorzeichen

 

Nach erneut heftigen Verlusten in den letzten Tagen drehten die Schnäppchenjäger bei Delivery Hero im gestrigen Handel mal wieder ordentlich auf. Den Sturz auf ein neues Rekordtief nahmen anscheinend einige Investoren zum Anlass, um sich im größeren Stil bei dem Lieferdienst einzukaufen. Allzu viel sollten Anleger sich für den Moment aber nicht erwarten.

Zwar konnte Delivery Hero (DE000A2E4K43) sich mit Kursgewinnen von 6,1 Prozent am Donnerstag den ersten Platz im DAX sichern, und das sogar mit einigem Abstand zum nächstbesten Titel. Allerdings fällt das auf lange Sicht kaum weiter ins Gewicht. Seit Jahresbeginn sind weiterhin Abschläge in Höhe von 72,5 Prozent zu verzeichnen und allein in den letzten vier Wochen ging es um schmerzhafte 28 Prozent in die Tiefe.

Noch dazu ist es längst nicht das erste Mal, dass es bei Delivery Hero derart deutliche Kurszuwächse zu beobachten gäbe. In der jüngeren Vergangenheit strebte der Titel des Öfteren in diesem Stil in die Höhe, und das bevorzugt nach Phasen von größeren Verkäufen. Bislang mündete das aber nie in einer Hausse und es gibt derzeit keinen Anlass dazu, eine solche jetzt zu erwarten.

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Um den Abwärtstrend zu beenden, werden die Käufer noch einmal ordentlich nachlegen müssen. Selbst mit viel Wohlwollen ist eine Trendwende unterhalb von 40 Euro kaum vorstellbar, und davon war Delivery Hero gestern mit 27,14 Euro per Handelsschlus noch meilenweit entfernt. So bleibt es dabei, dass die Aktionäre allenfalls auf eine Bodenbildung hoffen können, der Sekt muss aber noch nicht kaltgestellt werden.

 

Die große Frage

 

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Werbebanner EMH PM TradeGrundsätzlich hat Delivery Hero ein großes Problem, und das sind fehlende Gewinne. Anfangs sahen die Börsianer das dem einstigen Startup noch nach, da in jungen Jahren stets Expansion über allem steht. Über zehn Jahre nach Firmengründung und mit der zwischenzeitlichen Aufnahme in die erste Börsenliga hat sich das aber grundlegend geändert. Bisher gibt es nur vage Aussichten darauf, dass im kommenden Jahr operativ schwarze Zahlen geschrieben werden könnten. Das scheint den Investoren aber noch lange nicht auszureichen, um wieder in anhaltende Kauflaune zu verfallen.

 

13.5.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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