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Trotz anstehender Tarifverhandlungen gehen die Streiks bei der Deutschen Post auch am Dienstag weiter

Kein Ende in Sicht

NTG24 - Trotz anstehender Tarifverhandlungen gehen die Streiks bei der Deutschen Post auch am Dienstag weiter

 

Bereits am Montag legten viele Angestellte der Deutschen Post ihre Arbeit nieder und Hunderttausende Briefe und Pakete blieben schlicht liegen. Wer heute sehnlichst auf eine Amazon-Lieferung oder ähnliches wartet, könnte einmal mehr enttäuscht werden, denn die Gewerkschaft Verdi ruft weiterhin zum Streik auf.

Gefordert wird von der Deutschen Post (DE0005552004) schon seit einer Weile eine satte Lohnerhöhung. 15 Prozent mehr sollen es sein, was der Konzern selbst allerdings als überzogen darstellt. Die Gewerkschaft beruft sich auf Rekordgewinne im vergangenen Jahr, welche laut dem Management aber vor allem im Ausland erzielt wurden. Von einer Annäherung war zuletzt nichts zu sehen.

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Für die neuerlichen Arbeitsniederlegungen hat die Deutsche Post wenig Verständnis. Das Unternehmen verweist darauf, dass für die nächste Runde der Tarifverhandlungen am kommenden Mittwoch und Donnerstag bereits ein Angebot angekündigt wurde. Verdie hingegen dürfte mit den sogenannten Warnstreiks den eigenen Forderungen Nachdruck verleihen wollen.

Das Ganze geht auch an der Börse nicht spurlos vorbei und die Aktie der Deutschen Post musste am Montag Verluste von knapp zwei Prozent hinnehmen. Wie viel davon der schlechten Stimmung an den Märkten und wie viel den Streiks zuzurechnen ist, darüber lässt sich aber wahrscheinlich streiten.

 

Für die Deutsche Post könnte es teuer werden

 

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Werbebanner ClaudemusKlar ist aber, dass die geforderten Lohnerhöhungen von Verdi die Deutsche Post teuer zu stehen kommen würden. Es ist zu erwarten, dass der Konzern den Forderungen nicht in voller Höhe nachkommen wird und früher oder später irgendwo in der Mitte ein Kompromiss gefunden wird. Aufgrund der sehr hoch angelegten Messlatte dürfte aber selbst das nicht billig werden. Anleger tun gut daran, die sehr wahrscheinlich steigenden Personalkosten in ihren Überlegungen zu berücksichtigen.

 

07.02.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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