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Alibaba kauft massenweise eigene Aktien, Nel ASA versucht sich erneut am Ausbruch, Steinhoff weiter im Höhenflug und JinkoSolar profitiert von Spekulationen

Es geht wieder aufwärts an den Börsen

NTG24 - Alibaba kauft massenweise eigene Aktien, Nel ASA versucht sich erneut am Ausbruch, Steinhoff weiter im Höhenflug und JinkoSolar profitiert von Spekulationen

 

Am Dienstag war die Stimmung an den Märkten geprägt von Aufbruchstimmung. Experten führen das auf den klaren Kurs der US-Notenbank Fed bei der Zinswende zurück. Normalerweise ist das für die Aktienmärkte zwar keine gute Nachricht, die Börsianer scheinen derzeit eine unkontrolliert steigende Inflation aber mehr zu fürchten als steigende Zinsen.

Was auch immer für die gute Laune gesorgt haben mag, einer der größten Profiteure im gestrigen Handel davon war Steinhoff (NL0011375019). Nachdem das Papier sich schon seit einigen Tagen immer weiter in die Höhe bewegen konnte, legten die Käufer gestern weitere 5,6 Prozent drauf und konnten damit einen Schlusskurs von ansehnlichen 0,237 Euro auf die Beine stellen. Das entspricht dem höchsten Stand der vergangenen vier Wochen.

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Werbebanner EMH PM TradeDa Nachrichten rund um den angeschlagenen Möbelkonzern seit einiger Zeit Mangelware sind, übernimmt die Charttechnik für den Moment als wichtigster Indikator für den weiteren Kursverlauf. Mit der erfolgreichen Verteidigung der Marke bei 0,20 Euro haben die Bullen den Grundstein für eine Erholungsrallye gelegt, und genau die scheint jetzt in vollem Gange zu sein. Bleibt die gute Stimmung erhalten, könnte es im Laufe der Woche noch einen Angriff auf den nächsten Widerstand bei 0,26 Euro zu sehen geben.

 

Bei Nel ASA wird es heute spannend

 

Schon deutlich näher am nächsten Ausbruch in die Höhe ist derweil Nel ASA (NO0010081235). Das Papier konnte sich mit Zugewinnen von 2,8 Prozent am Dienstag exakt auf die Widerstandslinie bei 1,80 Euro begeben. Im heutigen Handel wird sich nun wohl entscheiden, ob diese im zweiten Anlauf auch genommen werden kann.

Das wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer endgültigen und nachhaltigen Trendwende, mit welcher spätestens beim Überschreiten der 2-Euro-Markei zu rechnen wäre. Prinzipiell sind die Voraussetzungen dafür nicht schlecht. Finanzstarke Förderprogramme in Europa sowie der geplante Abschied von russischen Rohstoffen bieten den perfekten Nährboden für Kursgewinne im Wasserstoffsektor. Zurückgehalten wird die Euphorie lediglich noch von der Unsicherheit darüber, ob Nel hierbei letztlich als großer Sieger vom Platz gehen wird.

 

Das kam aus dem Nichts

 

Bei Alibaba (US01609W1027) brauchte es derweil keine steigenden Zinsen oder sonstige allgemeine Faktoren, um für schwere Zugewinne zu sorgen. Das Unternehmen schaffte es ganz allein, die Anleger wieder zum Zugreifen bei den eigenen Anteilen zu bewegen. Dafür reichte es aus, ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von schwindelerregenden 25 Milliarden USD anzukündigen. Es ist nur nachvollziehbar, dass daran jetzt viele Anleger partizipieren möchten.

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Ob das wirklich so eine gute Idee ist, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander. Einige Beobachter hätten es lieber gesehen, wenn der Konzern derart hohe Summen für weitere Investitionen genutzt hätte. Ob die angesichts des harten Vorgehens der Regierung in Peking gegen zu große Player am eigenen Markt wirklich sinnvoll wären, darf allerdings wohl auch in Frage gestellt werden. An den Börsen dominierte gestern zweifellos die Vorfreude und die Alibaba-Aktie konnte sich um 13,2 Prozent auf 104,30 Euro verbessern. Wie lange dieses Niveau gehalten werden kann, bleibt abzuwarten.

 

Geht jetzt wieder die Sonne auf?

 

Kursgewinne von 4,8 Prozent bei der Aktie von JinkoSolar (US47759T1007) waren weder auf gute Nachrichten noch auf die Fed zurückzuführen. Stattdessen dürften hier viele Anleger voller Hoffnung auf die nahe Zukunft blicken. „Der Aktionär“ berichtete unter Verweis auf eine Umfrage von Solarwatt und Appinio darüber, dass mittlerweile schon 25 Prozent der Haushalte ohne Photovoltaik-Anlage über eine Anschaffung im Laufe der nächsten zwölf Monate nachdenken.

Vor dem Hintergrund explodierender Preise für Öl, Gas und Strom erscheint das nicht unbedingt unrealistisch. Spätestens jetzt merken Verbraucher, dass es doch eine gute Idee sein kann, möglichst autark zu leben und sich damit von den teils heftigen Verwerfungen an den Rohstoffmärkten ein Stückchen unabhängig zu machen. Sollte die Nachfrage derart stark ansteigen, wie es aktuelle Trends signalisieren, wird JinkoSolar davon zwangsläufig profitieren. Immerhin handelt es sich bei dem chinesischen Unternehmen um den Weltmarktführer in der Branche.

 

Nur nicht zu sicher fühlen

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistSeit der Krieg in der Ukraine ausgebrochen ist, kommen die Märkte kaum zur Ruhe. Dabei gab es in den letzten Wochen viele schlechte, aber auch einige gute Tage zu sehen. Der Dienstag durfte problemlos in letztere Kategorie eingeteilt werden. Allerdings bedeutet das noch nicht, dass es jetzt immer weiter in die Höhe gehen wird. Im Gegenteil, die Unsicherheit an den Börsen ist weiterhin spürbar. Nur eine Hiobsbotschaft reicht aus, um die zarten Erholungen in der laufenden Woche zunichtezumachen. Anleger sollten sich bewusst darüber sein, dass aktuell so ziemlich nichts in Stein gemeißelt ist.

 

23.03.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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