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BioNTech schielt nach China, letzte Chance für Valneva, Netflix blickt in eine ungewisse Zukunft und Erleichterung bei Airbus

Die neue Woche startet an den Märkten ereignisreich

NTG24 - BioNTech schielt nach China, letzte Chance für Valneva, Netflix blickt in eine ungewisse Zukunft und Erleichterung bei Airbus

 

Am Sonntagabend dürfte vielen ein Stein vom Herzen gefallen sein. In Frankreich konnte sich Präsident Emmanuel Macron bei den Stichwahlen gegen seine rechtsextreme Herausfordering Marine Le Pen durchsetzen und damit dafür sorgen, dass die Franzosen wenigstens für die nächsten fünf Jahre ein enger Partner der EU bleiben.

Davon könnten heute potenziell vor allem französische Aktien und im Besonderen die Anteile des deutsch-französischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Airbus (NL0000235190) profitieren. Jener ist darauf angewiesen, dass zwischen Deutschland und Frankreich eine möglichst enge Partnerschaft besteht, welche durch die nationalistischen Pläne von Le Pen ernsthaft in Gefahr geraten wäre.

Gut möglich also, dass es nach Verlusten von 3,77 Prozent am Freitag nun wieder eine Gegenbewegung seitens der Bullen zu sehen geben wird. Ob dabei gleich auch ein waschechter Aufwärtstrend entsteh, darf allerdings bezweifelt werden. Dafür gibt es bei Airbus noch zu viele andere Baustellen, welche bei den Anteilseignern noch einfach so in Vergessenheit geraten werden.

 

Lenkt China doch noch ein?

 

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Werbebanner EMH PM TradeMit Verkaufsdruck hatte zuletzt auch BioNTech (US09075V1026) zu kämpfen. Immer mehr Beobachter fragen sich, an wen die Mainzer in Zukunft ihren Corona-Impfstoff eigentlich noch verkaufen könnten. In hiesigen Gefilden fällt die Nachfrage mittlerweile derart gering aus, dass bereits Impfdosen zu verfallen drohen und nicht einmal internationale Spendenprogramme scheinen sich noch für die lagernden Impfstoffe zu interessieren. Neuerliche Milliardenumsätze könnten aber vielleicht in China warten.

Zwar erteilte man im Reich der Mitte vor einiger Zeit einer Zulassung eine Absage. Der „Spiegel“ berichtete am Wochenende aber darüber, dass hier vielleicht mit dem drakonischen Lockdown in Shanghai und der Gewissheit, dass mit Tot-Impfstoffen der Omikron-Variante kaum beizukommen ist, ein Umdenken stattfinden könnte. Anscheinend finden sogar schon wieder Gespräche zwischen BioNTech und Vertretern der chinesischen Führung statt. Das Unternehmen selbst wollte sich zu diesen Gerüchten bisher allerdings nicht äußern. Sollten die Hinweise auf eine mögliche Zulassung in China sich noch weiter verdichten, könnte das der BioNTech-Aktie wieder zu Aufwind verhelfen. Das könnte sie gut vertragen, denn in den letzten vier Wochen waren Abschläge von 6,5 Prozent zu beklagen, was den Aktienkurs auf 137,50 Euro zum Wochenende beförderte.

 

Kann das gutgehen?

 

Massive Probleme gibt es bekanntlich bei Netflix (US64110L1061), wo zuletzt zum ersten Mal seit 2011 die Nutzerzahlen rückläufig waren. Dem will das Unternehmen anscheinend mit unterschiedlichen Maßnahmen begegnen. Zum einen sollen die Kosten für Eigenproduktionen gesenkt werden, zum anderen soll das Teilen von Accounts künftig deutlich schwieriger bzw. kostenpflichtig werden. Darüber hinaus wird langfristig an einem Modell mit Werbeeinblendungen gearbeitet.

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Das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen. Netflix laufen die Kunden davon, da ihnen das aktuelle Angebot nicht mehr zuzusagen scheint. Nun sollen Eigenproduktionen zurückgefahren und damit Inhalte reduziert werden, gleichzeitig sollen Kunden wahlweise mit Werbung oder steigenden Kosten gegängelt werden. Es braucht nicht allzu viel Fantasie, um hier einen dezenten Widerspruch zu erkennen. Dass Netflix mit einem solchen Vorgehen wieder für einen Sturm der Begeisterung und damit steigende Nutzerzahlen sorgen wird, darf jedenfalls bezweifelt werden. Vielleicht wird das aber auch gar nicht mehr angestrebt. Reichen würde es wohl auch, wenn die aktuelle Nutzerbasis tiefer in die Tasche greift. Den Reaktionen in den sozialen Medien zufolge sind dazu aber nur die Wenigsten bereit. Bei der Netflix-Aktie müssen Anleger sich wohl weiter auf schwere Zeiten einstellen.

 

Letzter Aufruf für Valneva

 

Bei Valneva (US92025Y1038) steht in dieser Woche eine wichtige Entwicklung an. Nachdem es im ersten Quartal nicht geklappt hat, stellte das Unternehmen für den April eine Zulassung seines Corona-Totimpfstoffs durch die EMA in Aussicht. Zwar waren entsprechende Aussagen in keiner Weise verbindlicher Natur. Die Anleger haben trotzdem darauf gesetzt, dass dieser Zeitplan nun auch eingehalten werden kann.

Getan hat sich bis zuletzt allerdings erschreckend wenig und nun startet die letzte Woche im laufenden Monat. Sollte auch die wieder ereignislos verstreichen, so dürften nur noch mehr Anleger das Interesse an der Valneva-Aktie verlieren. Potenziell könnte dann auch ein Sturz unter die 15-Euro-Marke bevorstehen, wogegen die Bullen sich bisher noch einigermaßen wehren konnten. Am Wochenende standen 15,33 Euro auf dem Ticker, womit aber nur die Wenigsten Aktionäre wirklich zufrieden gewesen sein dürften.

 

Der Blick in die Glaskugel

 

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Werbebanner ISIN-WatchlistDie Märkte bleiben so wenig berechenbar wie schon in den vergangenen Wochen. Was in dieser Woche geschehen wird, ist damit weitgehend offen. Bei einer vorsichtigen Prognose kann aber gegenwärtig von einer gewissen Entspannung ausgegangen werden. Den jüngsten Zinsschock dürften die Börsianer einigermaßen verdaut haben, während die Wahlen in Frankreich für kollektive Erleichterung sorgen dürften. Derweil finden in der Ukraine weiterhin Kämpfe und unzählige Tragödien in einem sinnlosen Krieg statt. Zumindest am Wochenende kam es aber zu keinen Entwicklungen, die nennenswerten Einfluss auf das Geschehen an den Börsen nehmen würden. Das kann sich aber freilich jederzeit ändern.

 

25.04.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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  • - 26.04.2022 02:01:33 Uhr


 

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