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BioNTech weiter unter Druck, Valneva tritt auf der Stelle, neue Hoffnung bei Steinhoff und BYD angelt sich einen neuen Auftrag

Von Langeweile keine Spur

NTG24 - BioNTech weiter unter Druck, Valneva tritt auf der Stelle, neue Hoffnung bei Steinhoff und BYD angelt sich einen neuen Auftrag

 

Omikron schien im Handel am Mittwoch endlich wieder eine deutlich geringere Rolle an den Märkten zu spielen als noch an den Tagen zuvor. Das verhalf vielen Titeln zu einer Erholung und allgemein kehrte wieder etwas mehr Ruhe ein. Panikartige Verkäufe gab es nur noch bei vereinzelten Aktien zu sehen und die waren kaum noch auf das Pandemiegeschehen zurückzuführen.

Nicht viel weitergeholfen hat das der Aktie von BioNTech (US09075V1026), welche in der laufenden Woche mit anhaltenden Korrekturen zu kämpfen hat. Die setzten sich gestern mit einem Minus von knapp 1,3 Prozent fort, seit Wochenbeginn ging es schon fast um zehn Prozent in die Tiefe. Besonders schmerzlich aus charttechnischer Sicht ist die Tatsache, dass bisher eine Rückeroberung der 300-Euro-Marke nicht gelang.

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Werbebanner ClaudemusStattdessen landete der Kurs im gestrigen Handel bei 295,40 Euro. Das ist immer noch ansehnlich, aber nicht unbedingt das, was sich manch einer vor Kurzem vielleicht noch erhofft hatte. Gedrückt wird die Stimmung durch eigentlich positive Nachrichten. Aus Israel gab es erste Vermutungen, dass der Corona-Impfstoff bei BioNTech auch gegen Omikron eine Wirkung von etwa 90 Prozent erreichen könnte. Auch wenn belastbare Daten weiterhin fehlen, so schmälert das die Aussicht auf neuerliche Milliardenumsätze durch einen angepassten Impfstoff.

 

Das kann sich sehen lassen

 

Auch bei Valneva (FR0004056851) scheint es mit der Euphorie erst einmal vorbei zu sein. Zwar gab es hier am Mittwoch keine weiteren Kursverluste zu sehen. Mit einem Plus von nur 0,4 Prozent trat die Aktie des französischen Impfstoffherstellers aber mehr oder weniger auf der Stelle. Die Bullen haben sich für den Moment bei der Marke von 28 Euro festgebissen.

Ob es von hier aus noch einmal weiter nach oben gehen kann, hängt vor allem von der Zulassung des Tot-Impfstoffs ab. Auch werden Untersuchungen über die Wirksamkeit gegen Omikron Einfluss auf die Kauflaune der Börsianer nehmen. Beide Themen dürften noch etwas Geduld erfordern. Sollte Valneva sich bis zum Auftreten nennenswerter Neuigkeiten auf dem jetzigen Niveau halten können, wäre das schon ein sehr positives Signal.

 

Kündigt sich hier ein Comeback an?

 

Sehr viel mehr Aufregung gab es derweil bei Steinhoff (NL0011375019) zu sehen, wo der Aufsichtsrat über Aktienoptionen in der Führungsriege für das kommende Jahr sprach. Auffällig war dabei, dass von Rechtsstreitigkeiten in der Vergangenheitsform gesprochen wurde. Das nahmen einige Beobachter zum Anlass, um schon ein glückliches Ende beim laufenden Prozess rund um die Liquidation des Unternehmens zu sehen.

Für den Moment ist das aber reine Spekulation und es kann sich auch schlicht um eine unglückliche Formulierung handeln. Dennoch reicht selbst ein solcher minimaler Hoffnungsschimmer aus, um die Aktie des schwer gebeutelten Möbelkonzerns um fast neun Prozent auf 0,134 Euro in die Höhe zu befördern. Die Zugewinne könnten aber schnell wieder kassiert werden, sollten die Mutmaßungen der Optimisten sich als falsch herausstellen.

 

BYD startet in Costa Rica durch

 

Handfeste gute Neuigkeiten hatte BYD (CNE100000296) jüngst im Gepäck. Die Nachfrage nach den Elektroautos des chinesischen Autobauers fällt weiterhin hoch aus, nicht nur bei den Endverbrauchern. In Costa Rica konnte nun auch ein Vertrag mit Walmart abgeschlossen werden. 29 Yuan Pro sollen dorthin geliefert werden, wie die „IT Times“ berichtet.

Das Ganze ist für Walmart ein Schritt, um bis zum Jahr 2040 in sämtlichen Betrieben die Klimaneutralität zu erreichen. Finanzielle Details zu dem Deal wurden nicht genannt, allein an der Anzahl der Fahrzeuge ist aber zu erkennen, dass es nicht unbedingt die ganz große Sensation in den nächsten Zahlen sein wird. Dennoch ist es immer positiv zu bewerten, wenn neue Abnehmer gefunden werden können. Die Anleger reagierte mit einem Plus von 4,6 Prozent bei der Aktie von BYD.

 

Ist Omikron schon verdaut?

 

Insgesamt zeigte sich am Mittwoch, dass wieder vermehrt andere Themen als nur Omikron eine Rolle an den Märkten spielten. Das sorgt einerseits für weniger Langeweile und ermöglicht andererseits so manche Erholung bei zuvor schwer unter die Räder gekommenen Aktien.

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Werbebanner ISIN-WatchlistGanz vom Tisch dürfte die neue Coronavariante aber kaum sein und Anleger tun gut daran, weitere Meldungen darüber genau im Auge zu behalten. Sollte die Mutante künftig Delta als dominierende Virusvariante ablösen und noch dazu resistenter gegen derzeit erhältliche Impfstoffe sein, könnte das problemlos zum nächsten Crash führen, von dem bestenfalls Impfstoffhersteller profitieren können. Lösen sich derartige Befürchtungen hingegen in Luft auf, sind die Profiteure an anderer Stelle zu finden. Mehr denn je kommt es nun also darauf an, Gewinner und Verlierer zu erkennen und entsprechend zu investieren.

 

02.12.2021 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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