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Ist Aixtron nach der Korrektur ein Kauf?

Der Sell-off bei Aixtron hat sich beruhigt - hat die Aktie ein neues Gleichgewicht gefunden?

NTG24 - Ist Aixtron nach der Korrektur ein Kauf?

 

Nach einem langen Run hat es die Aktien von Aixtron in diesem Jahr erwischt. Der Maschinenbauer und Ausrüster der Halbleiterbranche ist eine der wenigen deutschen Perlen und verdient in jedem Depot einen Platz, wenn die Halbleiterkonjunktur läuft. Die Frage ist allerdings, zu welchem Einstiegskurs. 

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Was die Stimmung der Bullen zunichtegemacht hat, war das schwache Wachstum bei den Auftragseingängen. Insgesamt meldete Aixtron (DE000A0WMPJ6) Ende Februar ein Wachstum der Auftragseingänge von nur 9 % auf 640,7 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2023. Der Auftragsbestand stagnierte zudem bei 353,7 Mio. Euro, was signalisierte, dass Aixtron im laufenden Jahr zunehmende Schwierigkeiten haben wird, noch ein nennenswertes Umsatzwachstum auszuweisen. Denn:

 

Aixtron SE

 

Die Aufträge von heute sind die Umsätze von morgen. Es half insofern nicht, dass Aixtron Ende April dann für das 1. Quartal einen Auftragseingang von nur noch 120,3 Mio. Euro meldete, was einer Kontraktion von satten -14 % im Jahresvergleich entsprach. Unter anderem dank des hohen Auftragsbestands aus der Vergangenheit konnte man aber den Umsatz noch einmal deutlich um 53 % auf 118 Mio. Euro steigern. Der zweite wichtige Grund für das hohe Wachstum war das niedrige Vergleichsniveau des Vorjahresquartals.

 

Ist Aixtron nach der Korrektur ein Kauf?

 

Man könnte von dem Erfolg von Nvidia (US67066G1040) darauf schliessen, dass die gesamte Halbleiterbranche boomt. Doch dem ist nicht so. Die Hochleistungschips von Nvidia sind stark gefragt, aber das ist eine Sonderkonjunktur. Der Rest der Branche läuft bestenfalls seitwärts mit leichtem Wachstum im einstelligen Prozentbereich. Diese Warnung hatten wir unter anderem auch von TSMC (US8740391003) bekommen, die auf die starke Divergenz der Nachfrage in der Branche hinwies. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAixtron selbst rechnet mit einem Umsatz von 630 bis 720 Mio. Euro für das Gesamtjahr 2024. Das würde im schlechtesten Fall einer Stagnation und im besten Fall einem Wachstum von 14 % entsprechen. Im Mittel also 7 %, was mit der hohen Bewertung der Aktien im Vorfeld der Zahlen nicht zusammenpasst. Der Absturz um ein Drittel der Marktkapitalisierung seit Ende Februar ist insofern gerechtfertigt, dass das Kurs- / Umsatz-Verhältnis selbst heute noch bei rund 3,8 und das KGV bei mehr als 16 liegt. Das ist weit entfernt von preiswert und gibt dem Unternehmen immer noch viel Goodwill.

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22.05.2024 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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