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Medienberichten zufolge denkt die US-Regierung über einen direkten Einstieg bei Intel nach und die Aktie reagiert mit gewaltigen Kursaufschlägen

Intel scheint Verhandlungsgeschick zu beweisen

NTG24 - Medienberichten zufolge denkt die US-Regierung über einen direkten Einstieg bei Intel nach und die Aktie reagiert mit gewaltigen Kursaufschlägen

 

Vor Kurzem noch wurde Intel-Chef Lip-Bu Tan eine zu große Nähe zu China nachgesagt und wenig später forderte US-Präsident Donald Trump den erst im Frühjahr berufenen CEO zum Rücktritt auf. Nach einem Treffen der beiden scheint nun aber nicht weniger als eine Kehrtwende zu geschehen. Trump findet lobende Worte für den Intel-Chef und anscheinend könnte nun eine tiefgehende Partnerschaft entstehen.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinLaut einem Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ denkt die US-Regierung offenbar darüber nach, zum Aktionär von Intel (US4581401001) zu werden. Damit sollen die Bemühungen von Intel zum Ausbau der US-Produktion unterstützt werden, heißt es. Wie groß der Anteil sein könnte und welche Summen der Staat investieren könnte, ist bislang nicht bekannt. Aus dem Weißen Haus wurden die Spekulationen bisher auch nicht bestätigte. Dort hieß es lediglich, dass es sich um Spekulationen handele.

 

 

 

Allerdings würde ein solcher Schritt zur „America First“-Politik der Republikaner passen. Die Chipproduktion im eigenen Land ist momentan eher überschaubar. TSMC zieht zwar das eine oder andere Werk hoch, wird aber aufgrund von Bestimmungen aus Taiwan in Zukunft nie die neueste Fertigungsstufe in den Vereinigten Staaten nutzen können. Intel hingegen verfügt bereits über mehrere Standorte, hinkt aber technologisch hinterher.

 

Das Ende der Finanzsorgen bei Intel?

 

Immerhin arbeitet Intel daran, zu TSMC aufzuschließen und irgendwann in Zukunft Kapazitäten an große Chiphersteller zu verkaufen. Allerdings steht der Konzern dabei unter einem enormen Druck. Denn momentan fahren die Fabs Quartal für Quartal Milliardenverluste ein, was aufgrund schwacher Geschäfte in anderen Bereichen auch kaum einfach weggesteckt werden kann. Es wurde bereits angekündigt, sich von der Fertigung zu trennen, so sich kein großer Kunde in naher Zukunft findet.

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Werbebanner Immobilienbewertung DresdenEin Einstieg der US-Regierung würde freilich viel Last von den Schultern von Intel nehmen und im Falle der Ausgabe neuer Aktien möglicherweise auch eine gewaltige Finanzspritze bedeuten. Wahrscheinlich ist das aber nicht unbedingt das Lieblings-Szenario der Marktakteure. Bevorzugt wäre dort wohl eher, wenn das Weiße Haus auf den freien Märkten Anteilsscheine einsammelt und damit den Kurs munter in die Höhe treibt. Wie genau der Einstieg ablaufen könnte, steht freilich in den Sternen, solange die US-Regierung das Ganze nicht einmal im Grundsatz bestätigt hat.

Die Börse reagierte auf die Meldung in einer ersten Reaktion ausgesprochen positiv. Der Ausblick auf eine vielleicht etwas stabilere Zukunft, in welcher Form auch immer, ließ die Intel-Aktie am Donnerstag um 7,4 Prozent in die Höhe schießen. Nachbörslich ging es nochmal um weitere 4,5 Prozent aufwärts. Damit können die Verluste von Ende Juli schon wieder vollständig ausgeglichen werden. Es bleiben aber noch viele offene Fragen.

 

Not macht erfinderisch

 

Die Idee zum Einstieg der US-Regierung soll wohl während des Treffens von Donald Trump mit Lip-Bu Tan entstanden sein. Intel spricht derweil in den höchsten Tönen von Trumps Plänen, die Produktion vermehrt ins eigene Land zu holen. Es darf wohl angenommen werden, dass es vor allem die Not ist, welche Intel zu derartigen Aussagen treibt. Doch aus Anlegersicht ist das nicht weiter relevant. Gelingt auf diese Weise ein Befreiungsschlag, würde es der Aktie kaum schaden.

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Werbebanner DegussaSelbst im Falle der Ausgabe neuer Aktien ist es nicht unwahrscheinlich, dass eine mögliche Verwässerung durch die stabileren Aussichten ausgeglichen werden kann. Interessant ist das Szenario daher allemal. Es könnte Intel die nötige Luft zum Atmen verschaffen, um wieder auf die Beine zu kommen und es in Zukunft besser mit Nvidia, AMD, TSMC und Co. aufnehmen zu können. Aktuell steckt der Konzern aber noch in jeder nur erdenklichen Hinsicht in der Defensive und die vorauseilende Euphorie unter den Marktteilnehmern ist nicht ohne Risiko, zumal Insidern zufolge der Einstieg der US-Regierung auch noch abgeblasen werden könnte.

 

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15.08.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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