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Fehlende Chips führen wieder einmal zu Produktionsausfällen bei Mercedes-Benz

Hört das denn nie auf?

NTG24 - Fehlende Chips führen wieder einmal zu Produktionsausfällen bei Mercedes-Benz

 

In jüngster Zeit gab es einige Berichte, die bei der Halbleiterkrise dezente Anzeichen einer Entspannung erkennen ließen. Dass das Thema noch lange nicht vom Tisch ist, zeigen aber aktuelle Ereignisse bei Mercedes-Benz. Hier sollen in der nächsten Woche wieder einmal rund 9.000 Mitarbeiter eines Werks in Bremen in Kurzarbeit geschickt werden. Darüber berichtete das Portal „buten un binnen“.

Grund für den Schritt sind wieder einmal Engpässe bei Halbleitern, welche Mercedes-Benz (DE0007100000) sowie die gesamte Autobranche schon seit einer gefühlten Ewigkeit begleiten. Zunächst soll die Kurzarbeitsregelung vom 26. Juni bis 3. Juli gelten. Darüber hinaus solle es aber noch weitere Anpassungen geben, die später bekanntgegeben werden. Zu entnehmen sind diese Informationen einem betriebsinternen Schreiben.

Bei dem Werk in Bremen handelt es sich nach Angaben von Mercedes-Benz um den größten Arbeitgeber in der Region. Hergestellt wird hier vor allem die C-Klasse und damit eines der volumenstärksten Modelle im Portfolio von Mercedes. Der Ausfall ist also aus Anlegersicht nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

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Entsprechend deutlich fielen die Reaktionen an der Börse aus. Am Donnerstag ging es mit Mercedes-Benz hier um 6,15 Prozent in die Tiefe. Hätte die Deutsche Bank am gleichen Tag nicht einen mittelschweren Crash hingelegt, wären die Stuttgarter wohl ans Ende des DAX gerutscht, und das mit einigem Abstand. Die Sorgen der Anleger sind also nicht eben klein.

 

Nichts zu lachen für die Anleger

 

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Werbebanner WikifolioGerade in der jetzigen Zeit hätte Mercedes solche Nachrichten überhaupt nicht gebrauchen können. Schließlich lasten Inflation und Rezessionssorgen bereits schwer genug auf dem Unternehmen und im Zuge solcher Entwicklungen ist zuletzt auch ein veritabler Streit über den weiteren Kurs entbrannt. Mercedes-Chef Ola Källenius setzt bevorzugt auf margenstarke Luxus-Karossen. Ob sich die in naher Zukunft noch viele leisten können werden, daran gibt es aber sowohl im Unternehmen als auch bei den Anlegern so manchen Zweifel. Entsprechend könnte die Stimmung besser sein.

 

24.06.2022 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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