
Mercedes-Benz will die Kosten weiter senken und setzt die Schere nun in der Führungsetage an
Es ist nur eine von vielen Sparmaßnahmen von Mercedes-Benz
Die Sparpläne von Volkswagen sorgten in den letzten Wochen für hitzige Diskussionen. Von Seiten der Arbeitnehmer kam oft der Vorwurf, dass zu viel bei den Angestellten und zu wenig bei den Führungskräften gespart werden würde. Mercedes-Benz muss sich derartige Vorwürfe zumindest bei der jüngst verkündeten Maßnahme nicht gefallen lassen.
Die Krisenstimmung im Sektor bekommt Mercedes-Benz (DE0007100000) schon seit Längerem zu spüren. Die Kosten sollen in den nächsten Jahren um mehrere Milliarden Euro sinken. Daran muss sich auch das Management beteiligten. Wie in der „FAZ“ zu lesen ist, gibt es im kommenden Jahr keine Gehaltserhöhung für Führungskräfte.
Darüber hinaus streicht der Stuttgarter Autobauer auf dieser Ebene auch das Homeoffice aus dem Programm. Ein gegenseitiger Austausch sei unerlässlich, um besser auf aktuelle Herausforderungen reagieren zu können, ließ Mercedes-Benz mitteilen. Die Manager dürften es eben so verkraften können. Unangetastet bleiben Boni sowie Aktienprogramme und am Hungertuch wird kaum jemand nagen müssen.
Die Maßnahme wird eher bescheidene Auswirkungen auf die tatsächlichen Bilanzen haben. Mercedes-Benz sendet damit einer ein nicht unwichtiges Signal an die eigenen Angestellten. Jene kommen bislang relativ glimpflich durch die Krise; an der Beschäftigungsgarantie wurde bislang nicht einmal ansatzweise gerüttelt. Das ist auch für die Anleger erfreulich, da sich Streiks und dadurch entstehende zusätzliche Belastungen so am Horizont nicht abzeichnen.
Mercedes-Benz: Sparen ist nicht alles!
Es ist richtig und wichtig, dass Mercedes-Benz in schwierigen Zeiten seine Mittel zusammenhält und nach weiteren Wegen sucht, um die Kosten zu drücken. Gleichwohl ergeben sich allein daraus noch keine Aussichten auf frisches Wachstum. Dementsprechend tut die Aktie sich weiterhin schwer, und das vollkommen zu Recht. In die Weihnachtswoche startete der Titel mit Abschlägen von 0,8 Prozent und im frühen Handel standen nur noch etwa 53 Euro auf der Anzeigetafel.
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23.12.2024 - Matthias Eilenbrock
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