
Mercedes-Benz berichtet über herbe Rückschläge bei den Auslieferungszahlen und den größten Rückgang seit Jahren
Trotz bestehender Herausforderungen bleibt Mercedes-Benz optimistisch
In Deutschland konnte Mercedes-Benz kürzlich erst über wieder bessere Absatzzahlen berichten, zudem scheint der neue CLA hervorragend anzukommen und die Zahlen von verkauften Elektro-Autos merklich anzukurbeln. Es hilft dem Autobauer aber nicht dabei, Schwächen im Ausland ausgleichen zu können.
Auf dem wichtigen chinesischen Markt verzeichnete Mercedes-Benz (DE0007100000) im zweiten Quartal 19 Prozent weniger Verkäufe. In den USA wurden zwölf Prozent weniger Autos abgesetzt. Die sieben Prozent mehr aus Deutschland fallen da kaum weiter ins Gewicht. Unter dem Strich meldete der Konzern 453.700 verkaufte Fahrzeuge von Mercedes Benz Cars und damit neun Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Das ist der größte Rückgang seit Jahren.
Allerdings sieht Mercedes-Benz auch positive Entwicklungen. In China habe man den ersten Platz im Top-End-Segment erreichen können und in den USA wird über eine solide Kundennachfrage berichtet, die um 26 Prozent gestiegen sein soll. Dass die Zahlen insgesamt dennoch rückläufig waren, wird auf geringere Auslieferungen an Großhändler erklärt. Jene wiederum seien aufgrund von Zollunsicherheiten bewusst vorgenommen worden.
Mercedes-Benz und die quälende Ungewissheit
Mit etwas Wohlwollen bleiben also trotz schwacher Auslieferungszahlen Zeichen der Besserung zu erkennen, wenn auch unter Vorbehalt. Nach wie vor sorgt die Geopolitik für große Verunsicherung bei Unternehmen und Anlegern. Aktuell ringt die EU noch um eine Lösung, ehe die im April angekündigten und zwischenzeitlich pausierten Zölle wieder in voller Härte durchschlagen. Eine endgültige Lösung gibt es zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels noch nicht.
Positiv zu bewerten ist aber, dass Mercedes-Benz beim Thema Elektroautos zulegen kann. Das ist bitter notwendig, um die CO2-Ziele der EU zu erfüllen und damit hohen Strafzahlungen zu entgehen. Zwar wurde den Autobauern etwas Luft verschafft, indem der Zeitraum für das Erreichen strenger Vorgaben etwas erweitert wurde. Ein Grund zum Ausruhen ist das aber freilich nicht.
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09.07.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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