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Nordex: Reduzierte Prognose wurde bestätigt

Nordex verzeichnete in den ersten drei Monaten einen starken operativen Einbruch

NTG24 - Nordex: Reduzierte Prognose wurde bestätigt

 

Die Zahlen von Nordex kamen (zu) spät und sind im Hinblick auf das operative Geschäft eine Enttäuschung. Die Erlöse brachen im Jahresvergleich um -25,4 % ein.

Die geschäftlichen Aktivitäten bei Nordex (DE000A0D6554) haben im 1. Quartal deutlich nachgelassen. Die Zahl der installierten Windenergieanlagen halbierte sich fast auf nur noch 197 Anlagen. Die Turbinenmontage stagnierte und bei der Produktion von Rotorblättern lagerte das Unternehmen verstärkt an externe Zulieferer aus. 

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Werbebanner EMH PM TradeDer Umsatzeinbruch ist harsch. Nordex weist für die ersten drei Monate Erlöse in Höhe von 933 Mio. Euro aus. Das ist ein Einbruch um ein Viertel im Jahresvergleich. Bei margenschwachen Geschäftsmodellen führen bereits kleine Umsatzrückgänge zu überproportional grossen Rückgängen des Ergebnisses. So auch bei Nordex. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) rutschte im Jahresvergleich von 10,4 Mio. Euro auf -88,9 Mio. Euro. Nach Steuern verdreifachte sich der Verlust von 54,7 Mio. Euro auf -150,5 Mio. Euro.

Den Auftragseingang konnte man zumindest stabil halten. Das ist nicht viel, aber besser den Spatzen in der Hand als eine Taube auf dem Dach. Im Bereich der Projekte verzeichnete Nordex einen Auftragseingang von 903,4 Mio. Euro (-0,8 %) und bei den Dienstleistungen von 108,7 Mio. Euro (+0,6 %). Unter dem Strich stieg der Auftragsbestand damit im Projekt-Bereich um 23,7 % auf 6,3 Mrd. Euro und bei den Dienstleistungen um 7,2 % auf 3,04 Mrd. Euro. 

 

Reduzierte Prognose wurde bestätigt

 

Bei der Jahresprognose gab es keine neuen unangenehmen Überraschungen. Nordex bestätigte die am 24. Mai nach unten korrigierte Prognose. Ursprünglich hatte man der Börse einen Gesamtumsatz von 5,4 bis 6,0 Mrd. Euro vorgegeben, was man im Mai auf 5,2 bis 5,7 Mrd. Euro nach unten korrigierte Das kommt im Wesentlichen dem Umsatzrückgang im 1. Quartal gleich. 

 

Nordex SE

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Profitabilitätserwartungen hatte man deutlich reduziert. Ursprünglich war man auf der EBITDA-Ebene von einer Margenspanne von 1,0 bis 3,5 % ausgegangen. Damit hätte man zumindest den Konzernverlust auf einem vergleichsweise niedrigeren Niveau halten können. Die neue Prognose, die heute bestätigt wurde, sieht jedoch eine Margen-Spanne von -4 % bis 0 % vor. Damit müssen wir uns auf einen Jahresverlust nach Steuern im Bereich von -200 bis -400 Mio. Euro einstellen. 

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22.06.2022 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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