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Windkraftanlagenbauer weiter in der Krise, trotz grüner Energie als Megatrend

Obwohl regenerative Energien weiter im Trend sind, kann der Windkraftanlagenbauer noch nicht von den gestiegenen Preisen profitieren.

NTG24 - Windkraftanlagenbauer weiter in der Krise, trotz grüner Energie als Megatrend

 

Nordex senkt erneut die Prognose. Obwohl regenerative Energien weiter im Trend sind, kann der Windkraftanlagenbauer noch nicht von den gestiegenen Preisen profitieren.

Aufgrund der weiterhin unterbrochenen Lieferketten und den gestiegenen Rohstoffpreisen hat der deutsche Windkraftanlagenbauer Nordex (DE000A0D6554) erneut die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Zwar sind im Zuge der Inflation auch die Verkaufspreise gestiegen. Doch dies wird sich erst im nächsten Jahr positiv auf das Geschäft auswirken. Besonders das EBIT wurde vom Management nach unten korrigiert. Während man erst davon ausgegangen war, den Break-even-Point zu erreichen, rechnet Nordex nun mit einer operativen Marge von etwa -4 % und einem deutlichen Nettoverlust.

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Trotz der zuletzt schwachen Geschäftsentwicklung ist die Hoffnung noch nicht völlig verloren. Da Nordex zuerst die Lieferverträge mit Kunden bedient, die noch zu alten und niedrigen Verkaufspreisen abgeschlossen wurden, dürfte der Umsatz bald deutlich steigen.

Die erneute Prognosesenkung von Nordex kommt nicht überraschend. Die gesamte Branche befindet sich seit Jahren in einem schwierigen Umfeld. Aufgrund der enormen Konkurrenz im Markt hatten sich nahezu alle Unternehmen auf die Gewinnung von Marktanteilen und Steigerung der Produktionskapazitäten fokussiert. Dabei konnten die Unternehmen allerdings kaum zu kostendeckenden Preisen produzieren. Die hoch verschuldeten Unternehmen stehen derzeit unter enormen Kostendruck. Diesen können sie allerdings nur selten standhalten.

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Werbebanner ClaudemusPositiv sei bei Nordex nur, dass das Geschäft sich im dritten Quartal wieder etwas erholen konnte. Im 3. Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Fast 400 Millionen Euro mehr als im Jahr 2021. Dennoch muss das vierte Quartal besonders in Puncto operativer Marge punkten. Denn derzeit liegt der Nettoverlust bei etwas mehr als 200 Millionen Euro, was einer Marge von -5,2 % entspricht.

Das Umsatzziel für dieses Jahr wird trotz des durch die Inflation bedingten herausfordernden Marktumfeldes nicht weiter gesenkt. Am Ende des Jahres prognostiziert Nordex einen Umsatz von 5,2 bis 5,7 Milliarden Euro. Ende September hat Nordex über einen Auftragsbestand von 9,7 Milliarden Euro verfügt. Auch dies sei einer Steigerung um 1,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr.

 

15.11.2022 - Felix Eisenhauer

Unterschrift - Felix Eisenhauer

 

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