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Pfizers Kerngeschäft wächst

Aktie fällt mit dem Markt

 

Der Umsatz blieb im 3. Quartal wie erwartet leicht unter dem Vorjahresniveau. Pfizer erlöste insgesamt 12,13 Mrd. US-Dollar (-4 %) und verbesserte sich damit im Vergleich zum 1. Halbjahr. Auf die ersten neun Monate betrachtet, lag der Umsatz bei 35,96 Mrd. US-Dollar (-8 %). Für den Umsatzrückgang zeichnete einzig und allein die Sparte Upjohn verantwortlich, die zum Verkauf steht und im 3. Quartal einen Umsatz erwirtschaftete, der -18 % unter dem Vorjahresniveau blieb. Das neue Kerngeschäft - Biopharma - konnte dagegen um 4 % wachsen. 

Durch das Joint Venture mit GlaxoSmithKline im Vorjahresquartal, müssen die Zahlen bereinigt werden. Pfizer hatte sich im Bereich Consumer Healthcare mit GSK zusammengeschlossen und dabei die Junior-Rolle übernommen. In der Sparte sind bekannte Marken wie beispielsweise Otrivin, Parodontax, Sensodyne und Voltaren vertreten.

Den Amerikanern gehören noch 32 % an dem Gesamtgeschäft. Damit kann es nicht mehr konsolidiert werden, sondern fliesst als Beteiligungsergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Pfizer hatte dafür im 3. Quartal 2019 einen ausserordentlichen Gewinn von 8,1 Mrd. US-Dollar vor Steuern und 5,4 Mrd. US-Dollar nach Steuern eingebucht. Bereinigt man den Gewinn vor Steuern, um diesen Sondereffekt, dann ergibt sich für das 3. Quartal 2020 ein Rückgang um -17 % auf 2,18 Mrd. US-Dollar. 

 

Neuer Ausblick

 

Der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde konkretisiert. Eine positive Überraschung gab es nicht, aber die Spannen konnten zumindest eingeengt werden. Beim Gesamtumsatz - Pfizer und Upjohn - wird nun mit einer Spanne von 48,8 bis 49,5 Mrd. US-Dollar gerechnet. Die bisherige Spanne lag bei 48,6 bis 50,6 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte und verwässerte Gewinn pro Aktie wird bei 2,88 bis 2,93 Dollar gesehen, was zuvor bei 2,85 bis 2,95 Dollar lag. 

Zum wichtigsten Thema sagte Pfizer nichts Neues. Der mRNA-Impfstoff gegen Corona wird derzeit in sechs Ländern mit mehr als 42.000 Probanden in rund 150 Klinken getestet. Davon haben 36.000 Probanden inzwischen die zweite Dosis erhalten. Ein wichtiger Meilenstein bei der Notfall-Zulassung kann somit bis zur dritten Novemberwoche erfüllt werden. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeNoch steht jedoch die Frage der Wirksamkeit aus. Pfizer selbst hat keinen Zugriff auf die Daten. Ein unabhängiges Komitee wacht darüber und Ende Oktober sollen die Daten veröffentlicht werden. Erst dann wird sich zeigen, ob der Ansatz von Pfizer erfolgversprechend ist oder ob man noch einmal von vorne anfangen muss. 

 

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28.10.2020 - Mikey Fritz - mf@zuercher-boersenbriefe.ch

 









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