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Plug Power schlägt zurück, auch Nel ASA strebt wieder in die Höhe, die Hoffnung schlägt bei TUI durch und trotz Wermutstropfen notiert auch Bayer im grünen Bereich

Die Aussicht auf ein Ende der Zinssteigerungen verleiht den Märkten neues Leben

NTG24 - Plug Power schlägt zurück, auch Nel ASA strebt wieder in die Höhe, die Hoffnung schlägt bei TUI durch und trotz Wermutstropfen notiert auch Bayer im grünen Bereich

 

Den US-Inflationsdaten musste sich an der Börse am Dienstag so ziemlich alles andere unterordnen. Jene fielen deutlich freundlicher aus, als es die meisten im Vorfeld erwartet hatten. Vielleicht etwas überschwänglich sprach manch einer schon davon, dass die Inflation nun besiegt sei. In jedem Fall setzt sich (mal wieder) die Ansicht durch, dass es sich mit Zinserhöhungen erst einmal erledigt haben dürfte.

Solche wollen offiziell zwar weder Fed noch EZB bisher ausschließen, was aber auch an taktischen Überlegungen liegen mag. Schließlich könnte ein zu frühes Verkünden eines definitiven Endes von Zinssteigerungen für zu viel Euphorie führen, die Wirtschaft über Gebühr ankurbeln und damit die Inflation wieder antreiben. Für den Moment herrscht erstmal gute Laune, und das kommt für Plug Power (US72919P2020) zu einem wichtigen Zeitpunkt.

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Werbebanner ClaudemusErst kürzlich enttäuschte das US-Unternehmen mit vernichtenden Quartalszahlen und stellte nicht weniger als die eigene Existenz offen infrage. Die Anleger reagierten mit einem Ausverkauf und ließen den Aktienkurs zeitweise um über 40 Prozent in die Tiefe stürzten. Am Dienstag ging es nun um 21,9 Prozent aufwärts, was das Papier immerhin wieder bis auf 4,23 US-Dollar beförderte. Der Absturz kann damit noch nicht vergessen gemacht werden. Zumindest gibt es aber ein Lebenszeichen.

 

Nel ASA zeigt sich angriffslustig

 

Besonders profitieren von der hervorragenden Stimmung konnten allgemein Aktien, die zuvor heftige Einbußen zu verzeichnen hatten. Dazu zählen auch die Anteilsscheine von Nel ASA (NO0010081235), welche sich gestern um knapp 8,5 Prozent bis auf 0,69 Euro verteuerten. Mit der Aussichte auf ein Ausbleiben weiterer Zinssteigerungen und der kleinen Hoffnung auf Zinssenkungen irgendwann im kommenden Jahr scheint das Risiko erstmal geringer zu werden.

Dass es rund um die Norweger keine handfesten Neuigkeiten zu vermelden gab, scheint momentan niemanden zu stören. Bleibt es dabei, könnte der Titel nun einen Angriff auf die Linie bei 0,70 Euro wagen und damit wichtige charttechnische Signale hinterlassen. Doch ein einziger guter Tag macht natürlich noch keine Trendwende. Es bleibt abzuwarten, wie weit die Zinshoffnungen allein die Aktie noch tragen können.

 

TUI schwingt sich in Richtung Norden

 

Für den hochverschuldeten Reiseveranstalter TUI (DE000TUAG505) sind Zinsen ebenfalls ein wichtiges Thema. Dass jene in Zukunft endlich wieder etwas in den Hintergrund treten könnten, macht Raum für die Hoffnung, dass die Reiselust der Menschen auch im nächsten Jahr ungebrochen sein wird. Indizien dafür gibt es durchaus. Allgemein rechnet man in der Branche zwar nicht mit dem gleichen Ansturm wie noch vor der Pandemie. Ein steigendes Preisniveau könnte dies auf der Umsatzseite aber vielleicht ausgleichen.

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Die TUI-Aktie kletterte mit diesem positiven Vibe bis auf 5,39 Euro und erreichte damit am Dienstag immerhin ein neues 4-Wochen-Tief, auch wenn das angesichts eines mehr als trüben Oktobers nicht die als die allergrößte Schwierigkeit angesehen werden mag. Es geht aber in die richtige Richtung und solange makroökonomische Themen den Anlegern nicht die Stimmung vermiesen, sehen Analysten noch deutlich mehr Aufwärtspotenzial.

 

Bayer bleibt hartnäckig

 

Bei Bayer (DE000BAY0017) mussten die Anteilseigner im frühen Handel noch Verluste wegstecken, nachdem die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung kassierte und das Kursziel von zuvor 65 Euro auf nur noch 45 Euro zusammenstauchte. Kampflos aufgeben wollten die Bullen die 40-Euro-Marke aber nicht. Mit dem sehr viel besseren Sentiment im Rücken versuchten sie sich im späteren Handel erfolgreich an einer schnellen Erholung.

Letztlich verließ die Aktie den Handel mit einem Kurs von 40,64 Euro und damit knapp ein Prozent höher als noch am Vortag. Bayer landete damit eher im unteren Bereich und konnte mit der allgemeinen Erholung an den Märkten nicht so recht mithalten. Das liegt auch daran, dass es geschäftliche noch immer nicht so läuft, wie die Aktionäre sich das wünschen würden. Umso mehr lockt die Verheißung, dass immer weiter steigende Zinsen den Konzern nicht noch weiter unter Druck setzen werden. Trotz der grünen Vorzeichen bleibt der Titel aus charttechnischer Sicht aber schwer angeschlagen.

 

Nur nicht übermütig werden

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie teils sehr ansehnlichen Zugewinne vom Dienstag sollen gar nicht schlechtgeredet werden und den leidgeplagten Anlegerinnen und Anlegern sei jeder Kursgewinn von Herzen gegönnt. Doch ähnliche Entwicklungen gab es in diesem Jahr schon des Öfteren zu sehen, und bisher mündeten sie nicht in einer gigantischen Kursrallye, die sich über längere Zeit hingezogen hätte. Entsprechend sind die Gewinne noch mit einer guten Portion Vorsicht zu genießen, da sie zu nicht unwesentlichen Teilen auf einem Fundament aus blanker Hoffnung gebaut sind.

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15.11.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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