
MFE zeigt sich offen für eine verbessertes Angebot im Übernahmekampf um ProSiebenSat.1, welches aber frühestens nach den Zahlen vorgelegt werden soll
Die Aktionäre von ProSiebenSat.1 freuen sich schon auf eine Übernahmeschlacht
Über eine mögliche Übernahme von ProSiebenSat.1 durch MFE wird schon seit Jahren spekuliert. Im April wurde es schließlich ernst und das italienische Medienimperium unter Silvio Berlusconi stellte ein Angebot von rund einer Milliarden Euro in den Raum, zahlbar teils bar und teils in Form von Aktien.
Der Drops schien schon gelutscht zu sein, ehe sich überraschend der zweitgrößte Anteilseigner in Form des tschechischen Konkurrenten PPF einschaltete. Dort bot man deutlich mehr, um sich bis zu 29,99 Prozent der Anteile von ProSiebenSat.1 (DE000PSM7770) zu sichern und damit knapp unter der Schwelle für ein verpflichtendes Übernahmeangebot zu bleiben. MFE hat diese Linie bereits überschritten.
Seit PPF 7 Euro je Aktie geboten hat, wird darüber gemunkelt, ob MFE sein Angebot vielleicht noch einmal nachbessern könnte. Laut einem Bericht des „Handelsblatt“ sprach darüber nun auch Berlusconi selbst bei einer Veranstaltung in Mailand und betonte, dass ein höheres Angebot möglich sei.
Darüber hinaus wurden auch Gespräche mit PPF nicht ausgeschlossen. Solche soll es aber erst nach Ende der Angebotsfrist zum 13. August geben. Ein verbessertes Angebot an die Aktionäre soll nicht vor der Zahlenvorlage am 31. Juli vorgelegt werden. Damit baut MFE etwas Druck auf. Denn wenn es ein besseres Angebot geben sollte, bliebe den Anlegern nur wenig Zeit, um über jenes nachzudenken.
ProSiebenSat.1: MFE spielt Schach
Im laufenden Monat wird sich also erstmal nichts ändern und laut MFE wird es bis dahin bei einer „Schachpartie“ bleiben. Die Aussicht auf noch etwas mehr lässt die Bullen aber dennoch schon mal in gute Laune verfallen. Der Kurs legte am Mittwoch um 1,4 Prozent auf 7,24 Euro zu, womit das Angebot von PPF schon recht deutlich übertroffen wird. Das letzte Wort scheint bei der künftigen Eigentümerstruktur noch nicht gesprochen zu sein.
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10.07.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler
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