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Siemens Energy auf Aufholjagd, TUI versucht sich am Ausbruch, die Deutsche Bank ist schon einen Schritt weiter und auch bei Bayer erkennen Analysten Potenzial

Die Bullen können mit der Woche zufrieden sein

NTG24 - Siemens Energy auf Aufholjagd, TUI versucht sich am Ausbruch, die Deutsche Bank ist schon einen Schritt weiter und auch bei Bayer erkennen Analysten Potenzial

 

Vor dem Wochenende drehte der DAX noch einmal richtig auf und auch wenn es nicht für die Eroberung der Marke bei 16.000 Punkten gereicht hat, so ging es mit einem Schlussstand von 15.920 Punkten am Freitag immerhin über die 200-Tage-Linie hinaus. Auch bei den Einzeltiteln gab es manche erfreuliche Entwicklung zu sehen und manch einer spricht da nun schon von einer aktiven und überraschend steilen Herbstrallye.

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Werbebanner DegussaDas gute Sentiment konnte die schwer angeschlagene Aktie von Siemens Energy (DE000ENER6Y0) nutzen, um sich am Freitag um 7,55 Prozent bis auf 11,68 Euro in Richtung Norden zu schieben. Antrieb bekam der Titel unter anderem durch die Meldung über Insiderkäufe. Börsenmitteilungen zufolge hat sich Aufsichtsratsvorsitzender und ehemaliger Siemens-Chef Joe Kaeser mit rund 10.000 zusätzlichen Anteilsscheinen eingedeckt. Das spricht in einer schwierigen Phase für Vertrauen in das Unternehmen und ist ein nicht unwichtiges Signal in Richtung der Investoren.

Mit dem kleinen Kurssprung von gestern gelingt der Siemens Energy-Aktie noch nicht ganz der Sprung aus dem Abwärtstrend hinaus. Es reicht aber, um den Kurssturz aus dem Oktober zu verkraften, der infolge aufkommender Gerüchte um Staatshilfen entstand. Letztere sind mittlerweile beschlossene Sache und Siemens Energy erhält wieder etwas Luft zum Atmen.

 

TUI geht in Angriffsstellung

 

Bei TUI (DE000TUAG505) gab es in den letzten Tagen keine unternehmensspezifischen Nachrichten zu sehen oder hören, doch aus der Reisebranche mehren sich ermutigende Signale. So berichtet etwa „Der Aktionär“ von einem steigenden Buchungsaufkommen in deutschen Reisebüros, was mindestens ein Indiz dafür wäre, dass auch bei TUI die Geschäfte momentan besser als von den Skeptikern befürchten laufen könnten.

Den Bullen scheint das in Kombination mit einer sehr freundlichen Marktstimmung auszureichen, um die Aktie wieder ordentlich in Richtung Norden zu befördern. Am Freitag ging es um 2,52 Prozent bis auf 5,69 Euro aufwärts und damit in direkte Nähe zum charttechnischen Widerstand bei 5,70 Euro. Einen solchen Ausbruchsversuch gab es schon seit rund zwei Monaten nicht mehr zu sehen. Ob er letztlich auch gelingen wird, das bleibt aber freilich noch abzuwarten.

 

Rückenwind für die Deutsche Bank

 

Die Deutsche Bank (DE0005140008) freute sich zuletzt über Schützenhilfe von den Kollegen der Schweizer Großbank UBS. Dort wurde die Kaufempfehlung erneut bestätigt und auch das ambitionierte Kursziel von 17,50 Euro blieb unangetastet. Begründet wird das unter anderem mit der Vermögensqualität im US-Portfolio für Gewerbeimmobilien, welches sich wie erwartet entwickelt habe. Nach Euphorie klingt das nicht unbedingt, aber zumindest einigermaßen optimistisch.

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Das färbt auf die Anteilseigner ab, welche die Aktie der Deutschen Bank gestern um 2,12 Prozent bis auf 11,17 Euro aufwärts beförderten. Das klingt einigermaßen überschaubar, doch tatsächlich erzielt die Aktie damit den höchsten Stand seit dem heftigen Einbruch im Frühjahr infolge der Bankenkrise, welche für die Deutsche Bank letztlich eher glimpflich verlief. Chancen für einen nachhaltigen Turnaround sind da jetzt definitiv vorhanden und selbst das 52-Wochen-Hoch bei 12,36 Euro scheint nicht mehr unerreichbar zu sein.

 

Bayer: Jetzt erst recht?

 

Bayer (DE000BAY0017) freute sich in dieser Woche über eine verlängerte Zulassung für den Unkrautvernichter Glyphosat, was aber kaum über eine enttäuschende operative Entwicklung der Geschäfte hinwegtäuschen konnte. Letztere ist auch bei den Analysten von Jefferies ein Thema, welche ihre Schätzung für das Ebitda im kommenden Jahr um 13 Prozent nach unten korrigiert haben. Trotz dieser eher müden Aussicht wurde allerdings die Kaufempfehlung bestätigt, wenn auch mit einem Kursziel von nun nur noch 60 statt zuvor 67 Euro.

Das Aufwärtspotenzial scheint sich also etwas verringert zu haben, doch den Aktionären reicht die insgesamt optimistische Stimmung, um der Bayer-Aktie zumindest die Verteidigung der 40-Euro-Marke zu erlauben. Mit Aufschlägen von 2,1 Prozent ging es gestern bis auf 41,45 Euro nach oben. Das Papier befindet sich nach wie vor in einer schwierigen Ausgangslage und der dahinterstehende Konzern hat mit etlichen Baustellen zu kämpfen. Zumindest konnten die Bullen aber einen weiteren Absturz verhindern, was durchaus als ein kleiner Erfolg anzusehen ist.

 

So darf es weitergehen

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeUnter dem Strich können Anleger mit der ausgelaufenen Woche sehr zufrieden sein. Mit den Kursen ging es tendenziell rasant nach oben, auch wenn damit in vielen Fällen nur vorherige Verlustserien ausgeglichen werden konnten. Die große Frage ist freilich, ob die gute Stimmung noch länger anhalten wird. Einige Beobachter warnen vor zu viel Optimismus aufgrund noch immer eher unvorteilhafter makroökonomischer Entwicklungen. Auch die Vorfreude auf ein Ende der Zinssenkungen könnte etwas verfrüht sein. Die Erfolge der letzten Tage sollen für den Moment nicht geschmälert werden. Doch eine gewisse Portion Vorsicht scheint weiterhin angebracht.

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18.11.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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