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TUI setzt auf seine App, Bayer kann mit der Werkself nicht mithalten, Nel ASA zittert und Siemens Energy gelobt Besserung!

Noch sind nicht alle Anleger von den Plänen von Unternehmen wie TUI und Bayer überzeugt

NTG24 - TUI setzt auf seine App, Bayer kann mit der Werkself nicht mithalten, Nel ASA zittert und Siemens Energy gelobt Besserung!

 

Herausforderungen gehören bei einem börsennotierten Unternehmen mehr oder minder zum Alltag und an sich ist daran auch nichts Schlimmes. Wichtig ist stets, dass die Anleger von einer positiven Entwicklung in der Zukunft überzeugt werden können. Freilich klappt das aber nicht immer und allzu große Skepsis führt zuverlässig zu sinkenden Kursen.

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Der Reiseveranstalter TUI (DE000TUAG505) spricht zwar regelmäßig von ansehnlichen Buchungszahlen und im vergangenen Quartal konnte sogar mancher Rekord erzielt werden. Dennoch gab es im Chart Enttäuschungen zu sehen. Besserung stellt das Unternehmen nun unter anderem mit einem stärkeren Fokus auf die eigene App in Aussicht. Wie „Der Aktionär“ berichtet, möchte TUI-Chef Sebastian Ebel die Nutzer verstärkt zu einer Buchung dort überreden, um auf diesem Wege Kosten einzusparen, die bei Buchungen über den Webbrowser und Google anfallen.

Es ist nichts verkehrt daran, dass der TUI-Chef sich auch über solche Detail-Fragen Gedanken macht. Die Anleger scheinen darin momentan aber keine großen Chancen zu erkennen. Die Schwächephase der TUI-Aktie setzte sich am Freitag mit Abschlägen von 2,6 Prozent fort und es ging auf nur noch 6,53 Euro in die Tiefe. Die wichtige 7-Euro-Marke rückt damit weiter in die Ferne.

 

Bayer: Ungeschlagen nur in der Bundesliga

 

Die Schlagzeilen sind momentan prall gefüllt mit Bayer (DE000BAY0017), was mit dem Unternehmen allerdings nichts zu tun hat. Es ist die Tatsache, dass die Werkself ohne eine einzige Niederlage die Bundesliga-Saison abschließen und damit einen neuen Rekord aufstellen konnte. Nicht einmal Bayern München ist ein solcher Erfolg jemals gelungen. In der „FAZ“ wird in einem Kommentar schon darüber geschrieben, dass der Pharmakonzern sich daran ruhig ein Beispiel nehmen könnte.

Über die eigene Zukunft sprach Bayer mit den Analysten der Schweizer Großbank UBS. Zur Sprache kamen dabei laut dem Analysten Jo Walton unter anderem Themen wie die laufenden Rechtsstreitigkeiten und warum eine Aufspaltung des Konzerns derzeit nicht verfolgt wird. Begeisterung entstand aus dem Treffen mit Bayer-Finanzchef Wolfgang Nickel eher nicht. Es bleibt bei einer neutralen Empfehlung und einem bescheidenen Kursziel in Höhe von 32 Euro. Die Bayer-Aktie verabschiedete sich nach leichten Verlusten mit 28,58 Euro ins Wochenende.

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Nel ASA: Knappe Geschichte!

 

In Zukunft soll die schwer defizitäre Fueling-Sparte von Nel ASA (NO0010081235) eigene Wege gehen und das Unternehmen gab kürzlich bekannt, entsprechende Pläne bereits voranzutreiben. Noch im laufenden Quartal soll etwa der Börsengang des neuen Unternehmens vorbereitet werden, welches mittlerweile auch schon über einen eigenen Namen verfügt. Doch die grundsätzlichen Probleme in Form fehlender Auftragseingänge verschwinden dadurch freilich nicht.

Vielleicht erinnerten sich daran am Freitag wieder einige Aktionäre und so hatte die Nel ASA-Aktie nach einer freundlichen Phase mit roten Vorzeichen zu kämpfen. Trotz eines Verlustes von 1,7 Prozent konnte der Titel aber die Marke bei 0,50 Euro ins Wochenende retten, wenn auch nur knapp. Die Bullen kämpfen mit allen Mitteln um den Ausbruch nach Norden, doch die Zweifel um die Zukunft des Unternehmens sind an den Märkten noch deutlich zu spüren.

 

Siemens Energy fordert Geduld

 

Sehr bewusst ist sich Siemens Energy (DE000ENER6Y0) darüber, dass der eigene Konzern auf eine Wende bei der Krisentochter Gamesa angewiesen ist. Der designierte neue Chef Vinod Philip sprach nun erstmals über seine anstehenden Aufgaben. Er berichtet darüber, dass Qualitätsprobleme bereits identifiziert seien und entsprechende Lösungspläne vorangebracht würden. „Bald“ soll so wieder Geld mit dem Windgeschäft verdient werden.

Über Nacht wird es aber eher nicht gehen. Es erfordere Zeit, die Pläne in die Tat umzusetzen, was Siemens Energy bei seinen weiteren Aussichten auch berücksichtige. Bereits bekannt ist, dass Gamesa sich in Zukunft in erster Linie auf die Märkte in Deutschland und den USA konzentrieren will. Zudem sollen Onshore-Anlagen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Details der weiteren Vorhaben sind aber nur spärlich vorhanden. Die Siemens Energy konnte sich kürzlich nach Zahlen auf neue Jahreshochs schwingen, bekam es aber am Freitag mit dezenten Gewinnmitnahmen zu tun. Der Kurs ließ um 1,65 Prozent bis auf runde 25 Euro nach.

 

Blick nach vorn

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer Blick der Marktakteure ist stets nach vorn gerichtet, doch die Erwartungen gehen dabei gerne mal weit auseinander. Einige sehen in kriselnden Unternehmen hervorragende Chancen, andere nur den drohenden Untergang. Wer am Ende Recht behält, das lasst sich leider immer nur im Nachhinein mit Sicherheit sagen. Doch klar ist, dass Investments stets mit Zukunftsbezug erfolgen (sollten) und die Vergangenheit an der Börse nur eine untergeordnete Rolle spielt.

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19.05.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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