als .pdf Datei herunterladen

TUI versucht sich an einer Erholung, auch die Deutsche Bank strebt nach Norden, BioNTech wieder dreistellig und bei Borussia Dortmund geht die Party weiter

Manchmal geht es auch ohne Neuigkeiten in die Höhe

NTG24 - TUI versucht sich an einer Erholung, auch die Deutsche Bank strebt nach Norden, BioNTech wieder dreistellig und bei Borussia Dortmund geht die Party weiter

 

Der DAX zeigte sich am Dienstag etwas behäbig und die anhaltende Unsicherheit rund um den US-Schuldenstreit lähmte die Märkte weitgehend. Andere Neuigkeiten traten da in den Hintergrund. Bei manchen Titeln gab es überhaupt nichts Nennenswertes zu berichten, was die Bullen aber längst nicht immer von einem Angriff in Richtung Norden abhielt.

Anzeige:

Banner TradingView

 

So freute sich etwa TUI (DE000TUAG505) über Zugewinne in Höhe von 3,4 Prozent, ohne dass es dafür einen nachvollziehbaren Grund gegeben hätte. Auf immerhin 6,31 Euro konnte das angeschlagene Papier sich verbessern und damit den höchsten Kurs seit rund zwei Wochen erreichen. Von einem Ausbruch kann da noch keine Rede sein. Doch vielleicht kehrt jetzt ein wenig die Hoffnung bei den Anlegerinnen und Anlegern zurück.

Völlig unbegründet wäre das nicht, denn schließlich steht jetzt die wichtige Hauptsaison an. Mit jener steht und fällt die TUI-Aktie. Das Management selbst äußerte sich immer wieder optimistisch zu Buchungszahlen und den durchschnittlichen Ausgaben der Kunden. An der Börse konnte das bisher nicht recht verfangen. Umso größer ist die Aussicht auf ein gewaltiges Comeback, sollte TUI für positive Überraschungen sorgen können. Das bleibt für den Moment aber eben eine Spekulation.

 

Schafft die Deutsche Bank den Ausbruch?

 

Auch die Deutsche Bank (DE0005140008) konnte sich am Dienstag über grüne Vorzeichen freuen. Um genau ein Prozent kletterte die Aktie des Geldhauses und landete per Handelsschluss bei 9,96 Euro. Wieder einmal nehmen die Bullen damit die 10-Euro-Marke ins Visier. Aus rein fundamentaler Sicht würde auch nichts dagegensprechen, diese alsbald zu überschreiten. Doch in der aktuellen Lage gibt es auch Widerstände.

Anzeige:

Werbebanner EMH PM TradeMehr noch als andere Branchen leiden Banken unter dem Schuldenstreit in den USA. Sollte es hier nicht schleunigst zu einer Lösung kommen, droht den USA schon Anfang Juni der Zahlungsausfall mit potenziell katastrophalen Folgen für die Finanzmärkte. Allein die Aussicht auf ein solches Szenario sorgt für Angst und Schrecken. Offensichtlich verbreitet das Ganze nicht mehr ganz so viel Panik wie noch in der letzten Woche und die meisten gehen fest von einer Lösung kurz vor knapp aus. Zumindest im Falle der Deutschen Bank sind die Anteilseigner aber noch lange nicht euphorisch.

 

BioNTech mit einem Satz nach oben

 

Auch bei BioNTech (US09075V1026) brauchte es gestern keine Neuigkeiten, um dem Kurs einen plötzlichen Sprung in Richtung Norden zu ermöglichen. Um respektable 4,9 Prozent verbesserte die Aktie der Mainzer sich und landete damit wieder oberhalb der 100-Euro-Marke, welche zu Beginn des laufenden Monats unterschritten wurde.

Anzeige:

Werbebanner Zürcher BörsenbriefeGut möglich, dass hier nun endlich ein Boden gefunden werden kann. Dass Corona-Impfstoffe in Zukunft nur noch vergleichsweise bescheidene Umsätze einbringen werden, das darf längst als eingepreist gelten. Etwas unschlüssig sind sich die Börsianer noch bei den Aussichten rund um die Krebsmedikamente in der Pipeline. Jene bieten zwar ein enormes Potenzial und könnten bestenfalls für eine Revolution im Sektor sorgen. Doch gibt es eben keine Erfolgsgarantien. Zudem macht auch die Konkurrenz Druck. Die Rückkehr in dreistellige Kursgefilde ist hübsch anzusehen, doch aufgrund der vielen Unsicherheiten bleibt das kurzfristige Kurspotenzial gedeckelt.

 

Bei Borussia Dortmund feiern die Anleger schon

 

Noch ist Borussia Dortmund (DE0005493092) nicht Deutscher Meister, doch die Anleger verhalten sich so, als wäre die Meisterschale schon in Dortmund. Nachdem die Aktie bereits am Montag mit Vollgas in die Höhe strebte, legten die Bullen ohne weitere Neuigkeiten am Dienstag nochmal nach. Um weitere 10,8 Prozent sprang die BVB-Aktie in die Höhe und landete bei 5,76 Euro. Das ist der höchste Kurs seit September 2021.

Die derzeitige Euphorie bringt allerdings auch so manches Risiko mit sich. Es scheint, als wäre der Meistertitel in der Bundesliga bereits eingepreist. Sollte jener wider Erwarten doch nicht seinen Weg nach Dortmund finden, so wären heftige Korrekturen programmiert. Und selbst im Erfolgsfall könnten Korrekturen kaum ausgeschlossen werden, da nach der Meisterschaft die Aussicht auf weitere schnelle Erfolge fehlen. Ich möchte nicht als Spaßbremse gelten, doch wer hier bisher den Einstieg verpasst hat, sollte vielleicht eine gewisse Vorsicht walten lassen.

 

Kehr der Optimismus zurück?

 

Anzeige:

Werbebanner ISIN-WatchlistAuch wenn DAX und Co gestern leichte Verluste hinnehmen mussten, so scheint allmählich wieder die Zuversicht Einzug in den Märkten zu halten. Immer öfter freuen sich die Aktionäre über Zugewinne, auch wenn es mal keine sensationellen News zu berichten gibt. Das ist ein gutes Signal und lässt für die nahe Zukunft das Beste hoffen. Es bleibt aber dabei, dass es auch noch genügend Risikofaktoren gibt und wie immer können Anleger sich auf der Jagd nach der bestmöglichen Rendite kaum ausruhen.

 

24.05.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)