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TUI senkt die Kosten per KI, Nikola weiterhin mit heftigen Schwankungen, Volkswagen denkt über Verkäufe nach und die Commerzbank freut sich über hohe Zinsen

Die Märkte zeigen sich wieder etwas freundlicher

NTG24 - TUI senkt die Kosten per KI, Nikola weiterhin mit heftigen Schwankungen, Volkswagen denkt über Verkäufe nach und die Commerzbank freut sich über hohe Zinsen

 

Vor dem Zinsentscheid der Fed herrschte an den Märkten noch immer etwas Nervosität. Nun hat die US-Notenbank die erwartete Zinspause verkündet, allerdings noch kein Ende ihres generellen Kurses in Aussicht gestellt. Ob der Knoten an der Börse da schon geplatzt ist, bleibt wohl noch abzuwarten. Doch die Anleger hatten hier und da durchaus auch Grund zur Freude.

TUI (DE000TUAG505) sprach jüngst nicht nur über recht erfreuliche Buchungszahlen im Sommer und einen optimistischen Ausblick auf das anstehende Wintergeschäft. Wie „aero Telegraph“ berichtet, hat der Reiseveranstalter auch eine neue Lösung eingeführt, mit der dank KI der Treibstoffverbrauch und damit auch die CO2-Emissionen von Flugreisen deutlich reduziert werden können. Das System ermöglicht es demnach, im Steigflug dank diverser technischer Kniffe ordentlich Kerosin einzusparen.

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Bis zu 200 Kilogramm an Treibstoff sollen sich so bei einem einzigen Flugzeug am Tag einsparen lassen. Die Meldung kommt zu einem guten Zeitpunkt, da die Ölpreise bekanntlich seit einer Weile am Klettern sind. Da freuen sich auch die Aktionäre über jedwedes Einsparpotenzial und die TUI-Aktie konnte sich am Mittwoch um immerhin 3,2 Prozent bis auf 5,75 Euro verbessern. Ein echter Durchbruch bei dem Titel lässt aber noch auf sich warten.

 

Nikola auf Achterbahnfahrt

 

Einen solchen erlebte die Aktie von Nikola (US6541101050) in den vergangenen Wochen gleich mehrfach. Nach einer Phase der Korrektur schoss der Titel Ende vergangener Woche innerhalb kürzester Zeit um über 70 Prozent in die Höhe. Ausschlaggebend dafür waren Beteuerungen des Unternehmens, mit seinen Wasserstoff-Lkw weiterhin voll auf Kurs zu sein. Jene sollen auch nicht von den zuvor bekanntgewordenen Batterieproblemen betroffen sein.

Nach einem Ausflug bis auf 1,63 Euro am Dienstag kühlte sich die Aktie im weiteren Verlauf etwas ab und landete per Handelsschluss am Mittwoch bei 1,41 Euro. Das ist noch immer ein sehr ansehnliches Niveau, doch bei dem Titel sind zweifellos auch Spekulanten am Werk. So richtig Verlass ist da auf die kräftige Erholung kaum. Dennoch besteht auch die zarte Hoffnung, dass der Abwärtstrend überwunden und vielleicht Pennystock-Regionen endgültig verlassen werden konnten.

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Volkswagen: Auf dem Prüfstand

 

Nur wenig zu lachen hat dieser Tage Volkswagen (DE0007664039) und auch der Aktienkurs der Wolfsburger krebst schon seit Langem irgendwo im Kurskeller vor sich hin. Angesichts schwacher Margen werden Investitionen immer mehr zu einer Herausforderung. Wie Finanzchef Arno Antlitz bekanntgab, sieht man sich deshalb wohl nun alte Beteiligungen genauer an und will diese neu bewerten. Das könnte auch bedeuten, dass in der nahen Zukunft Verkäufe anstehen. Eine feste Entscheidung gibt es aber noch nicht.

Aktuell werden Beteiligungen noch geprüft und in strategisch relevante sowie rein finanzielle Gruppen eingeteilt. Das Portfolio soll auf diesem Wege maximiert werden. Namen sind indes noch keine gefallen und das Thema bleibt für den Moment eher luftig. Die Anleger scheinen die Überlegungen aber zu begrüßen. Die Volkswagen-Aktie zählte mit einem Plus von 1,9 Prozent am Mittwoch zu den Gewinnern im DAX.

 

Die Commerzbank verdient gutes Geld

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeWährend die meisten Unternehmen steigende Zinsen fürchten, sind jene für die Commerzbank (DE000CBK1001) eine wahre Wohltat. Quartalszahlen zeigten bereits, wie sehr dadurch die Geschäfte wieder belebt wurden. Nun teilte das Geldhaus mit, dass der Zinsüberschuss sich in diesem Jahr wohl auf acht Milliarden Euro steigern dürfte. Zuvor rechnete man noch mit lediglich 7,8 Milliarden Euro. Die hohen Zinsen zahlen sich also noch mehr aus als ursprünglich angenommen.

Darüber hinaus haben die Anleger mittlerweile Gewissheit darüber, dass die Notenbanken mit ihrem Kampf gegen die Inflation noch nicht am Ende sind. Beste Voraussetzungen also, um der Commerzbank-Aktie wieder etwas Rückenwind zu verleihen. Am gestrigen Mittwoch ging es bereits um knapp 1,6 Prozent bis auf 9,95 Euro aufwärts, was eine Steilvorlage für die Eroberung der psychologisch wichtigen 10-Euro-Marke sein dürfte. Bleibt nur zu hoffen, dass die Bullen diese auch nutzen werden.

 

Licht und Schatten

 

Die große Erlösung gab es bisher wohl noch nicht zu sehen, doch immerhin blieben an den Märkten auch weitere Hiobsbotschaften aus. Es bleibt abzuwarten, wie die Anleger mit der Situation nun umgehen werden. Hohe Ölpreise dürften die Stimmung weiterhin etwas drücken, allerdings gab es auch an dieser Stelle wieder ein wenig Abkühlung zu sehen. Die Voraussetzungen für zumindest eine kleine Erholung sind da an sich gegeben. Die schon seit Monaten vorherrschende Nervosität dürfte und aber noch eine Weile erhalten bleiben.

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21.09.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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