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Volkswagen in Sorge, SAP und Siemens machen sich für KI stark und TUI findet nicht in den Aufwärtskanal

Zollsorgen und mehr belasten die Aktienmärkte!

NTG24 - Volkswagen in Sorge, SAP und Siemens machen sich für KI stark und TUI findet nicht in den Aufwärtskanal

 

Es war abzusehen, dass die hiesigen Märkte mit Gegenwind in die neue Woche starten würde. Denn am Wochenende ließ US-Präsident Trump pauschale Zusatzzölle von 30 Prozent gegenüber EU-Staaten ankündigen, die bereits ab dem 1. August gelten sollen. Das ist allerdings nicht einmal die einzige Sorge, welche die Börsianer hierzulande haben.

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Besonders getroffen von Zollsorgen ist Volkswagen (DE0007664039). Zwar beziehen die neuen Zölle sich nicht auf Autos und Autoteile aus der EU. Allerdings waren solche Einfuhren ohnehin schon mit herben Aufschlägen nur knapp unter dem nun angekündigten Niveau belegt. Etwas in Luft aufgelöst hat sich die Hoffnung, dass die EU mit den USA geringere Zölle für Autos und Co. aushandeln könnten.

 

 

 

Zwar bleiben noch gut zwei Wochen Zeit, doch die Hoffnung auf ein Abkommen fällt momentan eher verhalten aus. Sollte man sich nicht einig werden, fürchten einige Beobachter Gegenzölle und das Abdriften in einen handfesten Handelskrieg, bei dem VW wahrscheinlich nicht als Sieger dastehen wird. Die Aktie reagierte heute Morgen mit Verlusten von 1,8 Prozent; der Kurs gab bis auf 92,56 Euro zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels nach.

 

SAP: Mehr KI für Europa

 

Einmal mehr zeichnet sich klar ab, dass die USA unter Trump nicht mehr unbedingt und immer als Verbündete der EU auftreten. Umso wichtiger dürfte es da sein, in kritischen Bereichen nicht ins Hintertreffen zu geraten. Bei SAP (DE0007164600) nimmt man vor allem KI ins Visier und fordert eine grundlegende Überarbeitung von Gesetzen in der EU. Aktuelle Regularien seien teils widersprüchlich und mit bereits bestehenden Gesetzen kaum vereinbar, sagte SAP-Chef Christian Klein in einem Interview mit der „FAZ“.

Siemens-Chef Roland Busch war bei dem Interview ebenfalls anwesend und stimmte Christian Klein weitgehend zu. Laut Busch brauche es auch mehr als nur ein Moratorium. Gesetze müssen „substanziell verändert“ werden. Man sitze in Europa auf einem Datenschatz, der aber nicht gehoben werden könne. Änderungen bei Datenregeln sind in den Augen von SAP und Siemens sogar wichtiger als Investitionen in Rechenzentren.

 

Siemens unter Druck

 

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Werbebanner Immobilienbewertung DresdenEs darf davon ausgegangen werden, dass die Worte von Siemens (DE0007236101) und SAP in der Politik nicht ungehört bleiben werden. Ob die EU den Unternehmen ihre Wünsche auch erfüllen kann oder wird, ist aber eine Frage für sich. Bisher geht die EU in Sachen KI einen Sonderweg. Während Aufbau und Nutzung in vielen Ländern weitgehend unreguliert ist, macht die EU teils sehr genaue Vorgaben und den Unternehmen damit das Leben schwer.

Die Börsianer versprühen noch keinen neuen Optimismus und die Aktienkurse tun sich in einem schwierigen Handelsumfeld am Montagmorgen schwer. Sowohl Siemens als auch SAP gaben kurz nach Handelsbeginn am Montag um etwas mehr als ein Prozent nach. Das ist noch kein Beinbruch, doch dürfte mancher Anleger die Ansicht vertreten, dass auch an der Börse durch allzu komplizierte Regularien Potenziale zurückgehalten werden.

 

TUI bleibt am Boden

 

Überhaupt nicht abgehoben wirkt derzeit die Aktie von TUI (DE000TUAG505), die es sich weiterhin unterhalb von 8 Euro bequem macht und heute Morgen um 1,4 Prozent auf 7,59 Euro zurückfiel. In diesem Fall sind es eher weniger Zölle oder KI-Sorgen, welche die Anleger verschrecken. Eindruck hinterlassen haben dürften aber ständig neue Naturkatastrophen in Europa sowie anhaltende Proteste von Einwohnern in beliebten Urlaubsdestinationen. Einige Orte kündigten nun schon an, überhaupt keine Ferienwohnungen mehr anbieten zu wollen, um dem Wohnungsmangel Herr zu werden.

Dass sich all das oder andere Faktoren bisher negativ auf Buchungszahlen ausgewirkt hätten, darauf gibt es noch keine konkreten Hinweise. Mancher Anleger blickt aber vielleicht auch etwas weiter als nur auf das laufende Sommergeschäft. Es ist durchaus absehbar, dass Klimawandel, soziale Faktoren und weitere Aspekte auf Dauer gerade das für TUI wichtige Geschäft im Mittelmeer negativ beeinflussen werden.

 

Schlechte Laune

 

Hauptsächlich ist es Donald Trump, der die gute Laune an den hiesigen Märkten erfolgreich abwürgte, allerdings ist der US-Präsident längst nicht der einzige Grund für eine gewisse Korrektur. Letztere hielt sich in ihrer Intensität zumindest bis zum Vormittag auch noch einigermaßen in Grenzen und es schwingt ein wenig die Hoffnung mit, dass Trump (mal wieder) kurz vor Knapp einknicken wird und doch noch irgendeine Art von Lösung gefunden werden kann. Doch für den Moment gibt es vor allem Unsicherheit, und das tut Aktienkursen selten gut.

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14.07.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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